Stillstand, Verkrustung, Reformstau? Die Zahl der Baustellen hierzulande – im wörtlichen und im übertragenen Sinne – ist groß. Was kann und muss unternommen werden, damit es möglichst gut voran geht?

Eben gefunden, es gibt dieses Werk auch für nen schmalen Taler als Taschenbuch bei der Bundeszentrale für politische Bildung \o/

  • it_depends_man@lemmy.world
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    1 day ago

    Was die bpb insgesamt macht, finde ich eigentlich ok.

    Diese Art Buch geht mir unter die Haut, weil “was wir jetzt ändern müssen” immer stark politisch geprägt ist. Wir könnten historisch entsprechend komische Personen fragen und entsprechend komische Antworten und Bücher finden, die mit voller Ernsthaftigkeit und Überzeugung geschrieben wurden und den Leser ziemlich sicher zu einem interessanten Fall für den Verfassungsschutz machen würden, wenn der Leser es ernsthaft versuchen würde die Vorschläge umzusetzen.

    Die Verkehrsinfrastruktur ist vielerorts in einem schlechten Zustand und überlastet. Die Digitalisierung in Verwaltungen und Behörden kommt nur schleppend voran. Genehmigungsverfahren, etwa zum Bau von Windrädern, ziehen sich in die Länge. Anspruch und Wirklichkeit im Bildungssystem klaffen oft auseinander.

    Es ist extrem unwahrscheinlich das die Autoren tatsächlich persönliche Erfahrung damit haben, wie die Verwaltung, Verkehr, Baurecht und das Bildungssystem intern und praktisch funktionieren.

    Und siehe da, die Autoren sind irgendwelche Podcaster. https://de.wikipedia.org/wiki/Lage_der_Nation_(Podcast)

    Warum verdient genau deren Meinung jetzt Verbreitung durch die bpb?

    • Flubo@feddit.org
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      1 day ago

      Hmm als jemand der den Podcast eine zeitlang sehr regelmäßig gehört hat muss ich da widersprechen. Das sind nicht 2 Fernseh-C-promis, die jetzt auch podcast machen sondern ein Journalist und ein Jurist.

      Der jurist war lange Richter, kennt also die Verwaltung und Bürokratie gut und er hat die gesellachaft für Freiheitsrechte gegründet, weiß also um gesellschaftliches Engagement und die vielen Fälle die die hatten.

      Der Journalist kann schon von berufswegen her ordentlich zu allen Themen recherchieren.

      Die Lage der Nation ist der reichweitenstärkste politikpodcast deutschlands. Wöchenentlich 1-2h Hintergrundinformationen zu aktuellen politischen Themen mit oft gut ausgesuchten Interviewpartnern. Die beiden können davon leben und haben sogar ein kleines Team was bei recherchen etc. Hilft. Sie machen den podacst schon seeehr lange und hatten daher auch schon viele Themen mehrfach und neu recherchiert. Wenn das Buch annährend so gut recherchiert ist wie der Podcast (wovon ich mal ausgehe), ist es nicht schlechter als wenn irgendwelfhe anderen Journalisten großer Zeitungen es recherchiert und geschrieben hätten. Ich bin mir vom jahrelangen zuhören auch sicher dass sie zu jedem Thema mit mehren Experten gesprochen haben und auch unterschiedliche Blickwinkel angehört haben.

      Ich muss aber dazu sagen, dass ich den Podcast im letzten Jahr immer weniger gern höre, weil sie nach Jahren der ausgewogenen Berichterstattung leider anfangen immer öfter ihrer eigene Meinung mehr Redezeit einzuräumen als anderen. Das ist total OK, es ist ja ihr Podcast und nirgendwo steht "der neutralere Podcast Deutschlands ", und sie sagen auchy dass es ihre persönliche Meinung ist, aber früher fand ich gerade toll, dass sie die verschiedenen Argumente gleich gewichtet haben und nur am Ende vll mal erwähnt haben was sie selbst denken. Das Buch ist aber schon 1,5 Jahre alt (mit natürlich aktualisierten Auflagen) und ja auch ein anderer Format -Sachbuch- da gehe ich stark davon aus, dass sie sachlich geblieben sind.

    • 5ibelius9insterberg@feddit.org
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      1 day ago

      Die Autoren müssen auch keine persönlichen Erfahrungen haben, wenn sie den Menschen mit den persönlichen Erfahrungen zuhören. Meinem Verständnis nach funktioniert so seriöser Journalismus.

      Man erwartet ja auch nicht von Ministerinnen und Ministern, dass die umfassende persönliche Erfahrungen haben, sondern dass sie in der Lage sind sich einzuarbeiten und eine Situation basierend auf der Sachkenntnis ihrer Mitarbeitenden zu analysieren um aus dieser Analyse die angemessene Handlungen abzuleiten.

      • d_k_bo@feddit.org
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        21 hours ago

        Im Übrigen können persönliche Erfahrungen auch kontraproduktiv sein, da sie oft durch eine einseitge Sichtweise und Emotionen geprägt sind.

    • amelia@feddit.org
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      23 hours ago

      “Irgendwelche Podcaster” lol. Deren Podcast ist aktuell eines der besten und fundiertesten politikjournalistischen Medien überhaupt. Hör halt mal rein statt Unsinn zu schreiben.