Kombination aus Tunneleffekt und Laserstrahlung überwindet Auflösungsgrenze des Lichts
Quantensprung für die optische Mikroskopie: Physiker haben ein Mikroskop entwickelt, das selbst atomkleine Strukturen sichtbar macht. Das Besondere daran: Nötig sind dafür nur eine ultrafeine Metallspitze, der Laserstrahl eines gängigen Infrarotlasers und ein Quanteneffekt: Tunnelnde Elektronen hinterlassen im Laserlicht charakteristische Signaturen, die Informationen über die Probe und ihre Struktur liefern. Diese neue Version der Nahfeld-optischen Mikroskopie (NOTE) eröffnet neue Möglichkeiten, atomare Prozesse zu erforschen, wie das Team erklärt.
Paper: Atomic-Scale Optical Microscopy with Continuous-Wave Mid-Infrared Radiation | PDF
Pdf läd’ nicht auf meinem Handy.
Was ist der Vorteil von NOTE gegenüber herkömmlicher Rastertunnelmikroskopie?
Ich denke der Hauptvorteil gegenüber herkömmlicher Rastertunnelmikroskopie wird im PDF hier beschrieben:
Our findings represent an important step toward the broader adoption of atomic-scale optical microscopy, combining the spatial resolution of scanning probe techniques such as STM and AFM with the frequency selectivity of near-field microscopy. This opens the door to extend the toolbox of atomic-scale spectroscopy
Normales optisches Nahfeld ist nicht scharf genug, und normale Rastertunnelmikroskopie sieht zwar Atome, aber eben kein Licht.
Die hier vorgestellte Kombination löst das.Der Vorteil ist also die Kombination aus atomarer Auflösung (von Rastertunnelmikroskopie) und optischer Information (Licht/Frequenz-Selektivität), was die “chemische Blindheit” der Rastertunnelmikroskopie behebt.


