Hallo und guten Morgen (reicht ja noch…).
Hoffentlich hattet ihr ein schönes Wochenende und seid gut in diese neue Woche gestartet.
Nachdem gestern hier die letzten Reste weggetaut sind, wurde ich heute beim Blick aus dem Fenster von einem frischen, weißen Überzug begrüßt. Sehr schön zum Ansehen. Unsere Putzfrau (vom Büro, bei mir muss ich selbst ran) hat sich allerdings bei mir gemeldet, dass sie heute schon mit dem Fahrrad gestürzt ist. Zum Glück ist ihr nichts passiert, aber da sie heute noch arbeiten möchte, werde ich sie nachher mit dem Auto abholen.
Wochenende war nicht so ergiebig, ich hatte auch einen mentalen Durchhänger. Irgendwie steckt meine Mutter mich da an. Ich würde sie wegen ihrer ständigen Nervenschmerzen wirklich gerne zum Arzt schleppen, das ist ein Faktor, der sie wirklich runterzieht. Aber wenn da im Umfeld jemand ist, der meint, dass man mit Zuckerkügelchen, diversen Vitaminpräparaten und Wegatmen sowas wegbekommt, argumentiert man sich einen Wolf. Zum Glück ist der Hund da. Der klebt gerade wie eine kleine, aber sehr niedliche Klette an mir und zwingt mich an die frische Luft.


Ich hatte es als Kind auch deutlich stärker und habe beim Augenschließen aus dem Rauschen dann oft Formen gebildet, ich konnte also sozusagen Dinge sehen die gar nicht da waren. Die gingen dann auch manchmal fließend in meine Träume über.
Das ist jetzt in meinen Dreißigern nicht mehr so stark ausgeprägt, aber das Rauschen ist immer noch da. Ich hab lustigerweise in all den Jahrzehnten nie mit jemandem darüber geredet, das Thema ist einfach nicht aufgekommen und bis gestern dachte ich tatsächlich, das wäre die alltäglichste Sache der Welt. Man lernt immer wieder mal was neues im Leben.