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Cake day: 31. Mai 2024

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  • Did you just pull a random infographic out of your ass without even mentioning the source? I reverse-searched it and it comes from Anthropic, of all places - the guys that run Claude Code.

    Forbes took a look at that study, I love this money quote from it:

    These flaws turn Anthropic’s dataset into an overstated labor-market conclusion. The study’s findings do not have the level of reliability required to sustain the breadth of the headline framing, because each conclusion rests on an exposure measure whose scope (1), construction (2, 3, 4, 5, 7), and interpretation (6, 8, 9, 10) remain contested.

    So yeah, an AI company telling us that AI will theoretically replace our jobs, based on their own study with flawed data - damn, that’s trustworthy! /s

    I’m not going to argue anymore. It’s pointless.

    At least on this point we agree.


  • I’ve built things that used to take 20 weeks in 1 week with Claude.

    That’s ridiculous. You’ve either been a bad coder even before the AI hype or you’re simply lying. I have used these tools and they’re not that good or make you that fast - except when you’re just merging all of the proposed code blind and hope for the best. I fear for the future colleagues who will have to work with the raging dumpster fire you have created for them.

    The company with the strongest coding LLM is Anthropic and it doesn’t sound like they’re having financial difficulty

    Oh yes, they have the same problems OpenAI has. Just look into the vibecoding subreddits, you can see many people complaining about excessive rate limits and their models getting dumber. A healthy company wouldn’t try to put a cap on the token useage and introduce peak-hour throttling, that’s a big warning sign that they’re overspending as well.

    its hard to deny the reality at this point

    I only see one person here denying reality. You will be effed in a major way when your employer one day decides that the subscriptions are too expensive or tell you to limit your token useage.


  • It sucks, but this is the new reality.

    Sorry mate, but you drank the AI koolaid from Sam Altman and the other tech oligarchs. The reality is that all of the major AI companies are deep in the red, OpenAI isn’t even making a profit with the 200$ subscription.

    The only reason people are able to burn thousands of tokens to vibecode their apps is that they don’t have to pay the price for that, the companies are. This money will run out soon and then we will see the real cost for the bigger models.

    If a subscription for Claude Code costs 500$ or even 1000$, will companies still pay for it or let actual humans do the work? We will see. I seriously doubt it, and I don’t want to depend on a subscription-based service to do my work while my skills are atrophying. Thank god my employer doesn’t force me to use AI.

    Engineers are definitely going to lose their jobs

    This kind of fear-mongering is what I despise most about the whole bubble.




  • Ich finde es sehr gut, da man so kurz mit seinen Gedanken alleine gelassen wird und die Handlung selbst reflektieren kann. Das Schauspiel ist definitiv subtiler als in heutigen Serien, aber dennoch überhaupt nicht schlecht.

    Ich hab gestern eine Folge gesehen, in der Commander Data verdächtigt wird, etwas gegenüber der Crew zu verbergen und sich Picard schlussendlich entscheidet, ihn durch Security von der Brücke eskortieren zu lassen. Er sagt dann nur in so einem ganz kurzen Nebensatz “I know the way myself”, steht auf - Schnitt, fertig. In diesem kurzen Schauspiel steckt jedoch viel drin - vor allem ein ganz großer Vertrauensbeweis, indem er sich selbst stellt - und diese kleine Sache trägt dann den ganzen Rest der Folge, weil der Zuschauer dann auch auf seiner Seite ist.

    Moderne Serien sind da mehr “on the nose”, damit die Leute die nebenbei beim Saubermachen zuschauen, der Handlung auch noch folgen können. Ich mag diese ruhige, subtile Art irgendwie lieber, aber sie ist nicht kompatibel mit kurzen Laufzeiten und schlechten Aufmerksamkeitsspannen.



  • Ich schaue gerade TNG und mir ist vor allem aufgefallen, wie ruhig diese Serie ist. Szenen werden teilweise minutenlang gehalten, man hört nur das leise Rauschen des Raumschiffs im Hintergrund und nur ab und an gibt es kurze musikalische Einspieler, meist wenn die Dramatik in die Werbepause einleiten soll.

    Es funktioniert aber trotzdem, Spannung zwischen Personen zu erzeugen, ohne viel Blingbling drumherum zu haben, weil die Geschichte eben interessant geschrieben ist.

    Ich vermisse diese Art von TV, damals wurde sich eben noch viel Zeit gelassen, heute muss alles schnell abgehandelt und mit viel Epos durchgeballert werden. J.J. Abrams’ Lensflares sind wohl ein prominentes Beispiel dafür. Hab auch schon überlegt, ob das vielleicht einfach daran liegt, dass eine Serie früher locker 20+ Folgen hatte und man heute froh sein kann, 8 zu bekommen. Es muss alles schneller runtergedreht werden und für Charakterentwicklung und Filler-Episoden ist dadurch weniger Zeit. Eine meiner Lieblingsfolgen von TNG ist die, in der Captain Picard einfach mit seinem Bruder auf einem Weingut abhängt und einen Nervenzusammenbruch bekommt, weil die Doppelfolge davor ihn so krass gezeichnet hat. Heute fast undenkbar in einer modernen Serienstruktur, die Handlung muss ja sofort weitergehen.

    Ein positives Beispiel ist allerdings die neue Serie von Vince Gilligan: Pluribus. Er lässt sich sehr viel Zeit für Charakterentwicklung und dadurch haben große Handlungspunkte viel mehr Wirkung. Allerdings sind die Gehirne von vielen unserer Mitmenschen mittlerweile einfach zersiebt durch Social Media, ich hab sehr viele Kommentare der Art “Langweilig, da passiert ja gar nichts” gelesen - und das macht sehr betroffen.















  • Ich hab’ dieses (und letztes) Jahr sehr viele narrative Spiele gespielt, in denen man signifikante Entscheidungen treffen muss. Entscheidungen, welche die Geschichte auf eine erhebliche Weise beeinflussen und somit dazu führen, dass man die Spiele mehrfach durchspielen kann und dennoch immer wieder einen anderen Pfad beschreitet und unterschiedliche Enden der Geschichte erlebt. Das ist ein großes Hobby von meiner besten Freundin und mir und wir “one-uppen” uns immer gegenseitig mit neuen Spielen, die wir im Netz finden.

    Hab jetzt mal beschlossen, die besten davon aufzuzählen, falls es euch interessiert:

    1. I Was a Teenage Exocolonist

    Man beginnt das Spiel als junges Kind und ist zusammen mit seinen Eltern und vielen anderen Kindern und Erwachsenen in einem Kolonieschiff auf dem Weg, einen fremden Planeten zu kolonisieren. Das Schiff stürzt ab und man strandet unter nicht gerade idealen Bedingungen auf diesem Planeten. Von da an erlebt man eine lange Geschichte die sich bis ins junge Erwachsenenalter zieht, kann seinen Karrierepfad bestimmen, Beziehungen mit den anderen Menschen eingehen und muss diverse Schicksalsschläge durchleben.

    Das Spiel ist von allen bisher mein absoluter Favorit. Es ist voll mit liebevoll handgezeichneten Bildern und es gibt über dreißig verschiedene Enden. Viele Entscheidungen (und auch die Karriere die man wählt) haben drastische Auswirkungen, bereits in den ersten zehn Minuten kann zum Beispiel eine Hauptfigur sterben. Eine besondere Mechanik ist auch, dass man einige Ereignisse im Kopf behält, wenn man das Spiel mehrfach spielt und somit die Möglichkeit hat, Personen in bestimmten Situationen zu retten oder den Verlauf der Geschichte zu beeinflussen. Die Welt hat sich für mich erst im dritten Durchgang so richtig geöffnet, da sich auf dem Planeten noch so einige Areale befinden, die man nicht so leicht erreichen kann - es sei denn, man trifft die richtigen Entscheidungen. :)

    1. Dread Delusion

    Das ist wohl das Spiel mit der augenkrebserregendsten Farbpalette, das ich je gespielt habe - der Himmel ist ohne Witz knallpink. :D Allerdings ist es auch eins der besten narrativen Spiele, die ich je gespielt habe. Es ist ein Open World-RPG, in dem man Stück für Stück eine heruntergekommene und in mehrere Inseln zerbrochene Welt erkundet. Dabei trifft man auf einen verrotteten Gegner nach dem anderen. Nach und nach erfährt man, was mit diesem zerfallenen Land passiert ist und trifft viele Entscheidungen auf dem Weg zum Finale.

    Was ich am meisten daran geliebt habe, war, Bücher zu finden. Es gibt ja eine Menge Spiele, in denen man Lore finden kann, oft langweilen mich die Texte jedoch extrem und packen mich einfach nicht. Das war hier gar nicht der Fall - ich habe jedes Buch das ich gefunden habe, sofort gelesen und jedes von ihnen macht die Welt glaubwürdiger und detaillierter.

    Es gibt verschiedene Fraktionen in diesem Spiel mit ihren eigenen Plots (und manchmal sogar Sub-Plots), einige davon waren richtiggehend tragisch und haben mich sehr traurig gemacht. Keine der Entscheidungen ist schwarz und weiß, ich musste über viele davon erst einmal lange nachdenken, bevor ich sie getroffen habe. Oft hat die Entscheidung zwar ein sofortiges positives Ergebnis für einen selbst, aber im Gesamtbild der Welt ein negatives. Wer Bock hat, sich mit einem widerlichen Fleischgott in einem heruntergekommenen Keller zu verbünden und eine ganze Kleinstadt in den Ruin zu stürzen, hat hier auf jeden Fall das perfekte Spiel dafür gefunden.

    Die finalen Stunden drehen außerdem extrem auf, da wird nochmal ein sehr beeindruckendes Setpiece abgefahren, mit dem ich so in einem 15€-Spiel gar nicht gerechnet hatte.

    1. Scarlet Hollow

    Das Spiel ist zwar noch nicht ganz fertig (erst fünf von sechs Kapiteln sind raus), aber es lohnt sich trotzdem jetzt schon, es zu spielen. Es beginnt damit, dass deine Tante aus einem entfernten Teil der Familie in einem kleinen Ort namens “Scarlet Hollow” gestorben ist und du von der Familie eingeladen wirst, ihrer Beerdigung beizuwohnen.

    Du machst dich also auf den Weg und nimmst den einzigen Bus in den kleinen Ort. Dieser fährt nur einmal pro Woche und die Beerdigung findet erst in sieben Tagen statt. Sieben Tage Zeit, um die Bewohner kennenzulernen, die Schrecken im Wald, die Gräueltaten deiner Familie und vieles mehr.

    Dieses Spiel nimmt wirklich sehr radikale Pfade, ich habe es bisher drei Mal gespielt und der Anfang kann sich tatsächlich extrem ändern - das wird unter anderem auch durch “Traits” bestimmt, ein paar Extra-Skills die man seinem Charakter zuweisen kann. So kann man z.B. viel Kraft haben, mit Tieren sprechen, ein Mystiker oder eine extrem heiße Person sein, erhält dadurch neue Dialogoptionen und Möglichkeiten, andere Menschen zu beschützen, zu belügen, mit Gewalt in verschlossene Räume einzudringen und vieles mehr. Das alles wird abgerundet mit teilweise extrem gruseligen, handgezeichneten Bildern und einer ominösen Musik, die mich echt in ihren Bann gezogen hat.

    Je öfter man es spielt, desto mehr versteht man die einzelnen Teile der Handlung und die Geschichte darum, wie dieser Ort überhaupt entstanden ist. Ich bin super gespannt auf das Finale, am Ende der fünften Episode hab ich tatsächlich ein bisschen Weini gemacht. ;_; Ein anderes Spiel vom gleichen Studio ist übrigens Slay the Princess - hier hat man zwar eher eine Illusion der Handlungsbeeinflussung, aber die handgezeichneten Grafiken sind ähnlich gruselig und es ist gut vertont.

    1. The Cosmic Wheel Sisterhood

    In diesem Spiel verkörpert man eine Hexe, die seit 200 Jahren verbannt auf einem Asteroiden lebt. Man erfährt zunächst nicht, warum man in diesem Exil leben muss und verbringt seinen Alltag in einem kleinen Haus mit recht banalen Tätigkeiten, und baut sich Stück für Stück ein eigenes Tarotdeck auf, mit dem man die Welt beeinflussen kann.

    Eines Tages erhält man Besuch von einem sehr machtvollen Wesen und geht einen Pakt mit ihm ein - und im Zuge dessen ist es einigen anderen Hexen erlaubt, dich wieder zu besuchen. Über Gespräche und das Tarotdeck kann man nun in den Lauf der Geschichte eingreifen, seine eigene Vergangenheit erkunden und auch nach und nach herausfinden, wer genau das Wesen ist, welches einen am Anfang besucht hat. Echt spannend und liebevoll in Pixelgrafik gezeichnet!

    Honorable mentions Ehrwürdige Erwähnungen:

    Minds Beneath Us

    Ein SciFi-Spiel von einem kleinen koreanischen Studio. Sehr am Zahn der Zeit (es geht um eine Handlung, in der KI die Welt übernimmt) und liebevoll animiert (ich will den fliegenden Föhn aus diesem Spiel haben!).

    LISA - The Painful

    Ein rundenbasiertes Sidescroller-RPG. Du bist alt, dick, hast eine Halbglatze und es im Leben nicht wirklich weit gebracht. Jetzt ist auch noch die Welt untergegangen und fast alle Frauen sind verschwunden. Eines Tages liegt ein Baby vor deiner Tür, ein weibliches Baby. Du versuchst, das Mädchen so lange wie möglich zu verstecken, doch nach Jahren wird sie gekidnappt und du wirst zusammengeschlagen.

    Ziel ist es nun, sie zusammen mit allerhand absurden Companions wiederzufinden. Die große Stärke des Spiels ist der Spagat zwischen absurden Szenen (du kannst einen Begleiter haben, der Gegner durch Gestank besiegt) und tragischen Opfern, die du erbringen musst - zum einen an dir selbst, aber auch, indem du deine Freunde opferst.

    Das war erstmal alles - das nächste Spiel mit viel Entscheidungsfreiheit wird Esoteric Ebb! Ich habe da ein sehr gutes Gefühl, es ist bereits als überwältigend positiv auf Steam bewertet worden.