• DarkThoughts@kbin.social
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    11 months ago

    Wie kann man eigentlich irgendwelche vermeintlichen Klimabemühungen der Politik ernst nehmen, wenn man ständig die dreckigsten und ineffizientesten Methoden für Transport & Energiegewinnung subventioniert, während sauberere Alternativen im Vergleich dann teuer & unterfinanziert sind?

    • vapeloki@lemmy.world
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      11 months ago

      Ich bin ja dafür das wir dad dienstwagen privileg aufrecht erhalten. Aber nur für 100% elektro Fahrzeuge.

      Ich für meinen Teil habe gerade einen neuen Job angetreten. Und dienstwagen war ein muss. Warum? Weil ich meinen alten Diesel loswerden will, aber nicht die Bonität habe um ein neues Auto zu kaufen. Nun habe ich ein elektro Fahrzeug über meinen Arbeitgeber bestellt.

      ÖPNV ist für mich leider aus zwei Gründen keine Alternative. Die erste ist: hier auf dem Dorf fahren 4 Busse ( in Ferien 3). Zum nächsten Bahnhof brauche ich über eine Stunde mit öpnv, von da aus gibt es keine direkte Anbindung an dem Fernverkehr.

      Die zweite ist: Ich bin auf dem autistischen Spektrum. Lange zugreisen sind die Hölle.

      Und nur damit die Diskussion nicht los geht: ein dort mit wenigen hundert Einwohnern so an den ÖPNV anzubieten, das der Bedarf für individual Verkehr ausreichend sinkt ist unwirtschaftlich und schlecht für die Umwelt. Viele Fahrten mit großen Fahrzeugen und wenige Fahrgäste.

      • greenthumbup@feddit.de
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        11 months ago

        Ich verstehe einfach nicht, wieso jede Person auf dem Dorf Subventionen bezüglich der Mobilität erwartet. Wieso muss hier der Staat eingreifen?

        Meine Miete in der Stadt und nah an meinem Arbeitgeber wird auch nicht subventioniert…

        • vapeloki@lemmy.world
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          11 months ago

          Subventionen dürfen ruhig spezifisch sein. Und es muss ja nicht jeder meine Meinung teilen. Ich denke einfach, daß ein dienstwagen privileg nur für elektro Fahrzeuge zu einer schnelleren Adaption führen kann:

          Mehr E-Autos auf der Straße:

          • mehr Bedarf für Ladeininfrastruktur
          • mehr Bedarf für geeignete Werkstätten
          • höhere Nachfrage bei den Herstellern

          Das würde massiv dabei helfen elektro Fahrzeuge salonfähiger zu machen und Verbrenner zu verdrängen.

          Natürlich geht so was nicht in einem Vakuum, aber es wäre eine sinnvolle Maßnahme.

          Und der Anfang davon ist da. Der Geldwerte Vorteil für Elektro Autos ist wesentlich geringer wie für Verbrenner. Ein Anfang aber nicht genug.

          • TheWheelMustGoOn@feddit.de
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            11 months ago

            Wenn diese Effekte existieren wieso dann nicht direkt mit öffentlichen Nahverkehr? Wirn streichen die Subventionen und das müsste ja nach deiner Logik zu mehr Busverbindungen, mehr Bahninfrastruktur führen?

    • HaiZhung@feddit.de
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      11 months ago

      Ich sag dir wie: man kann nicht erwarten, dass überall alles auf einmal behoben wird. Deswegen kann man durchaus Fortschritte in einem Bereich anerkennen, selbst wenn es Bereiche gibt, in denen es nicht gut voran geht.

      GRADE deswegen muss man das machen, weil wenn Politiker sehen, dass es eh nichts bringt, Klimaschutz voranzutreiben weil ohnehin alle nur am nörgeln sind - dann wird es auch nie besser!

      • DarkThoughts@kbin.social
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        11 months ago

        Doch, wenn es so scheiße dringend ist, nachdem wir jahrzehntelang einen Scheiß getan haben, dann kann ich das nicht nur erwarten, sondern muss es sogar.

        • HaiZhung@feddit.de
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          11 months ago

          Dann programmierst du Enttäuschung von vornherein für dich ein. Die Frage, die du dir selber stellen kannst, ist: wieso tust du dir das an? Was ist dein Ziel dabei?

  • Treczoks@kbin.social
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    11 months ago

    Ja, so wie der Industriestrom (5ct statt 31ct, aktueller Einsteigertarif) und Sprit für Flugzeuge (38ct statt 2EUR, Preis für E5-Sprit an der Tanke). Warum bekommen die großen Energieverbraucher und Dreckschleudern Sozialtarife?

  • woelkchen@lemmy.world
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    11 months ago

    Banken konnten auch mit Dienstwagen gerettet werden. Das Geld ist da, die Politik will einfach nur nicht das Geld dafür ordentlichen ÖPNV & Fernverkehr in die Hand nehmen.

  • De_Narm@lemmy.world
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    11 months ago

    Was den auch sonst? Am Ende macht der Pöbel noch Urlaub mit dem Ticket! Der arme Christian weint jedes Mal eine bittere Träne für die Wirtschaft wenn ein solch haltloses Produkt verkauft wird.

  • vinhill@feddit.de
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    11 months ago

    Ist ja auch ganz einfach. Auto und die Infrastruktur dahinter ist Gemeingut und Grundrecht, das muss die Gemeinschaft finanzieren. ÖPNV und das Schienennetz ist hingegen ganz klar Privatsache und muss gewinnorientiert arbeiten.

  • FlamingHot@feddit.de
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    11 months ago

    Ich glaube wir werden schlicht und einfach verarscht. In nem Zug sitzen 100 Menschen gleichzeitig. Alle 100 Menschen bezahlen dafür, dass der Zug fährt. Und am Ende sollen alle 100 Menschen so viel zahlen wie es kosten würde, dass alle 100 Menschen einzeln mit dem Auto fahren? Die Rechnung KANN nicht aufgehen. Das Geld muss irgendwo anders versickern.

    • hh93@lemm.ee
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      11 months ago

      Ist halt echt Quatsch dass man schon wenn man eine 2. Person mitnimmt häufig günstiger UND schneller ist und sich Zug finanziell echt nur alleine wirklich lohnt

  • Rayspekt@kbin.social
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    11 months ago

    Sowas krankt letztendlich häufig an unseren tollen Landesfürsten. Die Bundesländer sind einfach sehr gut im Jammern, weil die ja sooo arm dran sind und der Bund bitte alles zahlen soll. Dann aber trotzdem bei allem seinen Senf dazugeben wollen. Als ob das Geld nicht da ist.

  • 𝘋𝘪𝘳𝘬@lemmy.ml
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    11 months ago

    Dass die Finanzierung “wackelt” war doch schon seit Anfang an klar. Trotz Subventionen ist das Ticket für die Betreiber ein Verlustgeschäft.

    • federalreverse-old@feddit.de
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      11 months ago

      Es ist für die Gesellschaft ein Gewinn. Und blöderweise rechnet niemand auf, was für ein krasses Verlustgeschäft das System Auto ist.

      • yA3xAKQMbq@lemm.ee
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        11 months ago

        Oh, doch, das wird gemacht:

        https://www.heise.de/news/Studie-Strassenverkehr-deckt-Kostenbedarf-nur-zu-36-Prozent-6196574.html

        Tl;dr: Die direkten Kosten für uns alle betragen 70 Mrd, davon sind satte 18 Mrd (!) Unfallfolgekosten, die von den öffentlichen Sozialkassen getragen werden.

        Das sind aber auch nur alles geschätzte Werte, weil der Straßenverkehr in D so intransparent ist, das man Studien braucht um das aufzudröseln.

        Das allerschärfste: „Seit 2012 gebe es keine offiziellen Angaben mehr, welche Kosten für Bau, Unterhalt und Betrieb von Kreis- und Kommunalstraßen anfallen.“ 🤡

        Klar, ganz normaler move, ich zuck auch immer einfach mit den Schultern wenn das FA fragt wie hoch meine Ausgaben sind.

        • Wirrvogel@feddit.de
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          11 months ago

          Da fehlen auch die ganzen Kosten dafür die Straßenbahnen in den Untergrund verbannt zu haben, damit oberirdisch mehr Platz für die Autos blieb (musste man so herum machen, weil Autos unterirdisch eine viel größere Gefahr sind und allein die Luftreinhaltung Unsummen kostet). Wenn man das auf’s Auto umgelegt hätte, statt auf die Allgemeinheit und den Fahrpreis für den ÖPNV, dann sähe das noch viel schlechter aus.

    • bAZtARd@feddit.de
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      11 months ago

      Wenn die mal parallel ihre völlig unübersichtliche restliche Tarifstruktur inklusive aller super spezial apps um derselben Herr zu werden mit abschaffen würden könnten sie sicher noch ein paar Euro sparen.

      • Cobrachicken@lemmy.world
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        11 months ago

        Plus vielleicht mal paar Verbünde zusammenlegen und restukturieren. Klappt doch in der Wirschaft auch super mit diesen Synergieeffekten…

      • Killing_Spark@feddit.de
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        11 months ago

        Dass jeder Verkehrsverbund sich eine eigene App von dieser eticket deutschland gmbh gekauft hat ist so eine verschwendung… Insbesondere weil es ja egal ist bei welchem ich persönlich das Ding jetzt kaufe, ich darf ja in Berlin oder München oder Köln kaufen, vollkommen egal.