
Tierschützer sehen allerdings eher kleine und auch mittelgroße oder kommunale Schlachthöfe kritisch. Viele der Tierschutz-Skandale der vergangenen Jahre sind in solchen Betrieben aufgedeckt worden. Große Schlachthöfe hingegen hätten in den letzten Jahren freiwillig in mehr Tierschutz investiert, selbst Videoüberwachung eingeführt oder die Architektur der Schlachthöfe so geändert, dass die Tiere dort weniger Stress empfänden.
Ist schon traurig, wie hier “Schlachthof” und “Tierschutz” in einem Atemzug genannt wird.
Obwohl… traurig ist es eher, dass die Mehrheitsbevölkerung darin keinen Widerspruch sieht.
Das Videomaterial müsste sich allerdings jemand anschauen. Wahrscheinlich soll KI es dann richten. Gefilmte Verstöße werden aktuell kaum geahndet. Das ändert sich nicht plötzlich, nur weil es mehr Material gibt. Da müsste es auch einen Willen zur Strafverfolgung geben.
Aber wenn wir mal ehrlich sind: wie viel ist es überhaupt wert, 5 Minuten vor einem tödlichen Stich in den Hals, ob das Tier etwas weniger Stress empfindet. Ist doch Augenwischerei.
Was vermutlich wirklich hinter dem Vorhaben steckt: Lobbyismus der großen Schlachthöfe. Es werden Auflagen gefordert, die für große Unternehmen leichter zu stemmen sind als für kleine. Dadurch konzentriert sich der Markt auf immer weniger große Unternehmen. Auch wenn aktuell kleinere Betriebe ausgenommen sind, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis die das auch machen müssen.
Große Betriebe haben sowieso schon alle Videoüberwachung, aber eher um die unliebsamen Aktivisty abzuschrecken und Angestellte zu gängeln.


