Mir ist das bei Bücherlesern aufgefallen, sowohl auf reddit als auch hier. Da ist von Challenges die Rede, wieviel man gelesen hat letztes Jahr, wieviel man sich vornimmt zu lesen. Es werden Statistiken geteilt etc.
Vieles davon kommt wahrscheinlich direkt aus irgendwelchen Apps.Das geht mir alles dermassen am Arsch vorbei. Wenn ich Lust habe zu lessen, lese ich, wenn nicht dann unterhalte ich mich eben anders. Ich hab manchmal auch das Gefühl dass so eine Appfikation Auswirkungen darauf hat wie man die Qualität eines Buches bewertet: als Häkchen die man an bestimmte Punkte setzen kann. Als Kategorisierung. Das war bei mir nie so und wird hoffentlich auch nie so werden. Ob ich ein Buch mag kann ich nur entscheiden indem ich es lese, am Besten zu Ende.
Ea ist dieser amerikanische Drang zur Selbstoptimierung und zur Schaustellung, wie geil man doch ist.
Ich glaube nicht dass es so geradlinig ist. Man könnte den Ursprung solcher Tendenzen vielleicht auf amerikanische Kultur zurückführen, aber mittlerweile ist es durchaus global weil es ja meist um digitale Gemeinschaften geht.
Ich finde das auch in Bücher-Subreddits -und Communities extrem, wie viele User Listen ihrer im letzten Jahr/Monat/whatever gelesenen Bücher posten. Auch so völlig ohne Kontext und als würde das jetzt alle interessieren. Als wäre es ein Wettbewerb. Ich würde mir eine Bücher-Comnunity wünschen, in der man inhaltlich über Bücher reden kann, aber doch nicht so was…



