

Ich denke auch manchmal, dass ich lieber sterben möchte, als krank im Pflegeheim zu leben. Ich habe allerdings mal eine Reportage über einen ALS-Patienten, bei dem die Krankheit stark fortgeschritten war, gehört, und der hat berichtet, wie für ihn kleine Dinge wie das Beobachten von Vögeln das Leben immer noch wertvoll und lebenswert machen. Das hat mich diesbezüglich echt nachdenklich gemacht. Aber ich denke auch, ein Platz im Pflegeheim wird in ~40 Jahren mindestens finanziell ruinös, wenn nicht sogar unerschwinglich sein. Wahrscheinlich werden die Zahlen von assistiertem Suizid bis dahin stark ansteigen.
Andererseits berührt mich bei der Geschichte hier besonders das Schicksal der Frau. Ich denke, viele kennen irgendwen, der jemanden pflegt. Wenn die Pflegestufe entsprechend hoch ist, ist das m.E. irgendwann hauptsächlich Selbstaufgabe und Burn Out. (Und in vielen Fällen viel Liebe.)


























Ich habe “China, mein Vater und ich - Über den Aufstieg einer Supermacht und was Familie Lee aus Wolfsburg damit zu tun hat” von Felix Lee gelesen. Ich mochte seine Artikel in der taz und anderen Zeitungen immer gerne und wie erwartet war das Buch wirklich gut zu lesen und kurzweilig geschrieben. Man bekommt einen guten Überblick über die Entwicklung Chinas ab Mao und den Einfluss, den VW auf die chinesische Wirtschaft hatte. Man erfährt auch viele interessante Dinge über die chinesische Gesellschaft. Die autobiografische Schreibweise gibt dem Buch eine persönliche Note und macht das Buch entspannt zu lesen.