Die Bundeswehr und der Hafenbetreiber Rostock Port arbeiten an Plänen, Deutschlands größten Ostseehafen für Truppen- und Materialtransporte auszubauen. Das bestätigen sowohl Hafengeschäftsführer Gernot Tesch als auch das Landeskommando der Bundeswehr in Schwerin.

Doch während der Bund beispielsweise überlegt, in Bremerhaven einen eigenen Marinehafen neu zu bauen, pocht Rostock auf einen anderen Weg: „Wenn wir investieren, muss die neue Infrastruktur auch zivil genutzt werden können“, so Tesch. Von der „Aufrüstung an der Kaikante“ sollen auch Fährreedereien, Autohändler und Co profitieren.

Im sogenannten „Operationsplan Deutschland“ ist vorgesehen, dass ein beträchtlicher Teil aller Truppenbewegungen der Nato im Krisenfall über den Nordosten abgewickelt würde. Bis zu 120.000 Soldaten müssten im Land versorgt werden – verteilt über mehrere Monate. Neben dem Militärflughafen Rostock-Laage wird dann die Hansestadt zur Drehscheibe. Über Rostock soll die Versorgung der Nato-Partner in Skandinavien und im Baltikum sichergestellt werden.

Auf dem Gelände des Marinearsenals auf der Westseite der Warnow soll dafür ein neuer Hafen für Kriegsschiffe gebaut werden – ein „Deployment Hub“ für die Nato. Doch der allein wird nicht reichen: Nach OZ-Informationen gehen die Krisenplaner davon aus, dass im „Bündnisfall“ bis zu sechs Schiffe pro Tag in Rostock „abgefertigt“ werden müssen – und das über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Also soll auch im Seehafen gebaut werden.

Archiv: https://web.archive.org/web/20260202034205/https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostock/millionen-investitionen-fuer-die-nato-seehafen-rostock-soll-kriegstuechtig-werden-CNG4TEVOCVGZ7FLGFZ5FTAF5QY.html