Kontext: Im klassischen Griechenland errichtete Sparta eine Hegemonie, die auf seiner militärischen Macht basierte, die sich um einen Kern von professionellen Hopliten bildete, was zu dieser Zeit selten war, da die meisten Feldzüge von Teilzeitsoldaten geführt wurden, die hauptsächlich Bauern, Handwerker usw. waren.
Diese Hegemonie wurde gebrochen, als in Theben die Heilige Schar von Theben gegründet wurde, die aus 150 schwulen Paaren bestand, die ebenfalls zu Berufssoldaten wurden. Diese 300 (Zufall? Keine Ahnung, aber ich finde es lustig) Elitekrieger waren maßgeblich an zwei großen Niederlagen beteiligt, die die zahlenmäßig unterlegene thebanische Armee den Spartiaten zufügte, die zum ersten Mal auf eine andere Berufsarmee trafen.
Die Zusammensetzung der Heiligen Schar aus schwulen Paaren war beabsichtigt, da man davon ausging, dass Männer für und mit anderen Männern, zu denen sie eine starke Bindung hatten, härter kämpfen würden, und es gab keine stärkere Bindung als die Liebe.
Die Vergötterung der spartiatischen Kriegerkultur ist unter „Alpha-Männern” und in der Manosphere weit verbreitet. Eine weitere lustige Ironie ist, dass Anhänger und Verbreiter einer solchen homophoben Ideologie eine Kultur vergöttern, die von einer explizit schwulen Kriegereinheit besiegt wurde.
Alpha-Männer sind instabile Testversionen und sollten nicht produktiv eingesetzt werden.
Und bestimmt voller Käfer.
geschweige denn reproduktiv
In den meisten antiken Kulturen von denen ich weiß, war es angesehen, fleißig zu wirken. Selbst die reichen Eliten, die nie und nimmer selber spinnen und weben mussten, haben das als Höhepunkt der Tugend betrachtet. In einer Erzählung wird der Streit, wessen Frau tugendhafter sei, dadurch entschieden, dass sie die eine Frau feiernd vorfinden, die andere aber aelbst nachts noch spinnt. Die Frau des Oktavian Augustus soll angeblich seine Toga selbst gewoben haben - vermutlich reine Propaganda, aber dass es eine lügenswerte Lüge ist, sagt etwas über die Gesellschaft dahinter.
Natürlich war das Frauenarbeit, in den meisten Kulturen. In der Hinsicht war Sparta besonders, vielleicht sogar fortschrittlicher als die anderen: die Spartiaten haben genauso viel Haushalt gemacht, gesponnen, gewoben usw. wie ihre Frauen! Oder genauso wenig. Auf jeden Fall gibt es eine Überlieferung, in der sich eine Spartanerin über eine Athenerin lustig macht, weil sie arbeitet. Das Arbeiten war natürlich Sache der Heloten, sprich: der versklavten Messenier. Der Sklavenanteil in Sparta war so groß (je nach Berechnung 70-85%), dass selbst die größten Sparta-Fanboys das als auffällg angemerkt haben.
Sparta hatte kaum Kunst, ihr militärischer Erfolg gegen andere Mächte war sehr durchschnittlich, ihre Hegemonie hat nicht sehr lang gehalten und ihre Oberklasse ist über die Jahrzente immer weiter geschrumpft weil sie zu geizig waren, ihr Land zu teilen um neue Bürger auszustatten.
Sprich: Spartas größte Stärke war das Nichtstun.
(Ich überziehe hier etwas zugunsten des Witzes, aber die volle Analyse gibt’s wie so manches tolles bei ACOUP in der Serie This. Isn’t. Sparta.)
Der guckt doch immer so!





