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Cake day: August 5th, 2024

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  • Du ignorierst doch gerade selbst das von mir gesagte und schießt dich auf einzelne Details (nämlich frühere Kommentare, die ich mit späteren Kommentaren präzisiert habe) ein XD

    Du sagst: da müssen wir einen Konsens finden. Ich sage: gibt es schon, der gefällt dir nur nicht. Du wirfst mir vor, nicht auf deine Punkte einzugehen???

    Was ist daran jetzt auf Details einschießen? Du bist, so verstehe ich es zumindest, der Meinung dass Menschen ein Anrecht haben den öffentlichen Raum komplett frei zu gestalten, wenn sie es nur stark genug wollen.

    Dem widerspreche ich. Ich bin der Meinung, das allgemein gesprochen, ein Konsens über den öffentlichen Raum herrschen sollte. Der derzeitige Konsens ist das Tag-Graffiti unerwünscht ist. Das ist das menschliche Äquivalent zum Hund der den Baum anpinkelt und dem entsprechend wird es auch von den meisten Leuten angesehen. Nämlich nicht als Bereicherung, sondern als rücksichtsloser Dreck einzelner.

    Es gibt immer wieder Flächen die für Graffiti freigegeben werden, aber das ist den Sprayern nicht genug. Jetzt ist die Frage welches Rechtsgut überwiegt: der Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung NICHT banales Graffiti zu sehen (Anteil an Leuten die gegen Wandgemälde was haben ist eher gering, aber gegen Tags schon eher groß) oder der Wunsch der Sprayer gesehen zu werden.

    Warum soll jetzt der Geltungsdrang einiger weniger den öffentlichen Raum für viele verschmutzen?


  • Natürlich, und diese Möglichkeit besteht jetzt schon.

    Das sie größtenteils nicht wahr genommen wird, zeigt dir hoffentlich das der Großteil das nicht so toll findet.

    Das ist ja das Lustige daran. Es gibt kein Gesetz gegen Graffiti als Kunstform.

    Aber Tags und ähnliches sieht der Großteil der Bevölkerung eben nicht als Kunst sondern als Vandalismus an. Und damit ist deine Forderung schon jetzt erfüllt und es interessiert die Sprayer eben einen Scheißdreck, solange sie ihren eigenen Namen irgendwo ranspritzen können und dann drauf sich einen runter holen können wie alle anderen ihn sehen müssen. Nicht sehr consensual, oder?




  • Not OP and not saying all your points aren’t true. But they don’t determine fascism. What is new in the current government in regards to fascism according to my understanding is the personal Führer cult in combination with the open hate of democracy and ‘might makes right’ philosophy.

    Obama ordered crimes against humanity and was the head of an imperial engine, but his government still showed allegiance to democracy and to institutions instead of persons.

    You can have a fully democratic empire conquering the world and it still wouldn’t be fascist. And I’m not saying the shit the USA were doing before were excusable, right or in any way defendable. But now they fully took off any masks of democracy the Democrats were smart enough to still keep on.

    Edit: forgot to add: so the biggest thing that changed wasn’t really the behavior of the USA to the rest of the world, but instead how they treat themselves. And it seems a lot of USA citizens (and Western in general) before were fine with it. They wanted to believe the Hollywood version instead of seeing the real thing.









  • Ich habe nun endlich nach 115 Stunden und vier Kapitänen bei Sunless Skies es geschafft ein Ende zu erreichen. Es ist ein tolles Spiel mit vielen spannenden Geschichten die man erleben kann, aber es ist irgendwie schon wieder etwas zu groß. Sunless Sea war schon lang, sein Nachfolger ist nun nochmal gefühlt doppelt so groß. Und ich weiß nicht, ob das wirklich notwendig gewesen ist. Denn viel Zeit verbringt man zwischen den Geschichten im Weltraum, welcher passenderweise recht weit und leer ist. die Atmosphäre, ein Entdecker in der unbekannten Wildnis zu sein, haben sie definitiv geschafft einzufangen. Das bedeutet aber eben auch, das viel Zeit nur durch hin und her Fahren vergeht, welches zwischendurch zwar durch Gegner und zufällige Entdeckungen aufgelockert wird, aber das Grundproblem bleibt bestehen.

    Zur Qualität der Geschichten kann ich soviel sagen, das ich nach etwa 60h mit meinem (bis jetzt) finalen Kapitän beinahe während eines Storyereignisses gestorben wäre. Und ich hätte das als passendes Ende der Geschichte für diesen Kapitän angesehen und kein Problem damit gehabt. Gut fand ich auch, dass die Auswahl der Hintergrundgeschichte einen Einfluss bei gewissen Geschichten hat. Da wird sich dann darauf bezogen, was der Hauptcharakter war, bevor das Spiel startete. Ein Priester kann während einer Beerdigung eine Rede halten, ein Gelehrter mit anderen fachsimpeln, etc. Zusätzlich ist das Levelsystem diesmal so, das man weitere Vorgeschichten auswählen kann, was teilweise dann auch in manchen Geschichten wieder vorkommen kann (ein Mentor den man treffen kann, oder eine verlorene Liebe, mit deren Geschichte man jemanden anderen mit gebrochenem Herz trösten kann).

    Interessant fand ich, dass bei Sunless Skies der geschichtliche Fokus stärker auf Machtgefällen/Hierarchien lag und dem negativen Effekt der Unterdrückung der Schwachen und der Korruption der Mächtigen dadurch. Aber auch was Gesetzlosigkeit für eine Gesellschaft bedeutet. Sunless Sea wirkte da eher noch wie eine klassische fantastische Geschichte mit guten, neutralen und bösen Mächten, aber hier wird öfter gezeigt wie die Schwachen zu leiden haben um den Mächtigen die Welt angenehm zu machen, egal wer an der Macht ist.

    Nachdem ich es durch gespielt habe finde ich aber eine Sache besonders schade, was etwas spoilert wie die Welt funktioniert:

    Spoiler verpasste Chance (bzgl. der Judgements)

    Die Welt von Fallen London & Co funktioniert ja darüber, das Sterne Götter sind und deren Licht für das Durchsetzen von ihren (göttlichen) Naturgesetzen verantwortlich sind. Jetzt hätte ich eigentlich erwartet, dass die 4 verschiedenen Regionen/Sonnensysteme auch unterschiedliche Spielweisen haben, da ja andere Sterne in der Nähe sind und damit unterschiedliche Gesetze Vorrang haben sollten. Aber das ist nur etwas im blauen Königreich der Toten gemacht worden, während die drei anderen Regionen ziemlich gleich sind. Gerade in Eleutheria, bei dem die himmlische Rebellion und Götterdämmerung schon halb vollendet ist, hätte ich schon erwartet, das ein paar Spielmechaniken verändert sind. Was leider nicht der Fall war. Da ist in meinen Augen massiv Potential für ludonarrative Harmonie und spannende Erfahrungen verschenkt worden. :::

    Ich bin gerade dabei mir noch die anderen Geschichten, die ich noch nicht selbst erleben konnte, noch so durchzulesen im Wiki, denn spannend finde ich sie definitiv. Aber selbst dafür habe ich jetzt schon wieder 5 Stunden oder so gebraucht und bin noch lange nicht fertig. Also das Spiel hat auf alle Fälle genug Inhalt, man braucht nur Zeit um es auch genießen zu können. Andererseits habe ich jetzt schon wieder langsam Lust, die anderen Ambitionen (also quasi die selbst wählbare Hauptquest) doch selbst im Spiel zu erleben. Denn die Atmosphäre ist eben doch anders, ob ich den Text nur im Wiki lese oder im Spiel.

    Wer Sunless Sea mochte, wird auch an Sunless Skies Spaß haben denke ich. Wer den Vorgänger noch nicht gespielt hat, würde ich aber erst mal dazu raten. Auch weil gewisse Konzepte der Spielwelt im Vorgänger besser erklärt werden als hier, wo eher erwartet wird, das man schon weiß, wie die Welt funktioniert (auch wenn ich da empfehlen würde einen spoilerfreien Anfängerguide zu nutzen, um den recht harten Anfang einfacher zu gestalten). Wer dagegen Sunless Sea schlecht fand weil es zu viel Text hatte, wird glaube ich dieses Spiel auch nicht mögen. Wer allerdings Sunless Sea schlecht fand, weil die Ressourcen zu knapp waren oder generell den Anfang zu langsam fand, könnte hier mit dem verbesserten Anfang besser klar kommen. Denn der Schwierigkeitsgrad ist einerseits anpassbar und andererseits nicht ganz so harsch wie beim Vorgänger.





  • Wobei ich sagen muss, dass ich das Symbolbild eigentlich eine ziemlich gelungene Integration von Respekt gegenüber den Mahnmalen und Protest finde. Der Text ist auf freien Flächen abseits der Figuren. Und die Skulpturen die die Opfer des Holocausts darstellen wurden nicht entstellt oder beschädigt. Mit der einen Einschränkung, dass es Israel statt Juden hätte heißen müssen, so ist es antisemitisch. das Problem sind nicht Juden sondern die israelische Regierung plus deren Anhänger.