Während sich viele Streamingdienste immer stärker auf Algorithmen verlassen, geht Qobuz bewusst einen anderen Weg: Mit einem umfassenden Update der “Entdecken”-Funktion setzt die Plattform auf handverlesene Empfehlungen jenseits der üblichen „Klingt wie“-Vorschläge.
Im gerade erst beginnenden KI-Zeitalter gewinnt die Frage nach Originalität, künstlerischer Handschrift und musikalischer Relevanz stark an Bedeutung. Viele Musik-Plattformen werden von KI-Musik geflutet, einige sogar mit eindeutig rechtsextremer Botschaft. Auch an uns wird zunehmend KI-Musik herangetragen, die kaum mehr vom Original unterscheidbar ist. Es ist zu einfach geworden, diverse Tracks und Stile komplett automatisiert zu vermischen und dann in unzähligen Variationen zu veröffentlichen.
Die neuen Funktionen von Qobuz tragen dieser Entwicklung Rechnung und verlagern die Musik-Selektion wieder an Menschen, die sich auskennen und die sich täglich mit Musik beschäftigen
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Bin irgendwann von Amazon Music zu Qobuz gewechselt, weil ich Amazon nicht weiter Geld schenken, aber trotzdem Musik streamen wollte.
Qobuz ist für mich in jeglicher Hinsicht besser, insbesondere die App (wobei die von Amazon nicht schwierig zu übertreffen ist). Die Musikempfehlungen hauen zwar nicht immer rein, aber man merkt richtig, dass da eine Redaktion dahinter ist. Empfehlungen sind dort auch keine getarnte Werbung. Generell bekommt man nix aufgezwungen.
Qobuz ist jetzt an dem Punkt, wo ich echt Schiss habe, dass die enshittification startet. Denn dann werden die Alternativen dünn. Das braucht ja nur einen abgehalfterten Unternehmensberater, der dort in die Führungsriege wechselt.
Da Qobuz aus Frankreich kommt, könnte das noch etwas länger dauern. Aber wenn wir ehrlich sind, ist es leider nur eine Frage der Zeit. Deshalb empfehle ich auch niemandem Qobuz. Wenn die zu groß werden, kommen die Geier.