• Phineaz@feddit.org
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    7 months ago

    Betonung auf AuslĂ€nder aus bestimmten HerkunftslĂ€ndern. Nicht Menschen. Es ist nicht die Herkunft aus diesem Land, sondern das emigrieren aus diesem Land nach DE was hier koreliert wird. Womit wir also wieder nur eine Statistik haben, die Geschlecht, Alter und sozialen Status, welche mit KriminalitĂ€t korrelieren, mit dem Migrieren aus bestimmten LĂ€ndern in Verbindung bringen. Sprich Menschen, die aus BĂŒrgerkriegslĂ€ndern oder DĂŒrreregionen fliehen sind tendenziell jung, arbeitslos und mĂ€nnlich. Überraschung. Zumindest gegen Arbeitslosigkeit und finanzielle/soziale Nöte könnte der Staat ja etwas tun, aber da wird als erstes gespart. LĂ€ngst bekannte Sachen, aber plakativ und hetzerisch aufbereitet.

    • CyberEgg
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      ·
      7 months ago

      Ja, aber das wischt Urbaniek ja alles beiseite. Das alles erklĂ€re nicht, dass AuslĂ€nder in der PKS ĂŒberreprĂ€sentiert sind.

      Einen kompletten Schwachsinn labert der sich da zusammen. Dass die einzelnen Faktoren einander verstĂ€rken wird ignoriert, dass AuslĂ€nder hĂ€ufiger angezeigt werden wird weggeredet (“Ja aber Offizialdelikte!!!11!11!!!” - aber auch da muss die StA ersteinmal Kenntis von haben und nicht alle Straftaten sind Offizialdelikte), usw.

      Keine Ahnung, was heute und mit diesem User los ist. Seit Monaten nichts gepostet und dann direkt mehrfache Hetze gegen Muslime und Migranten aus vor allem muslimisch geprĂ€gten LĂ€ndern. Auch seine frĂŒheren Posts sind islam- und flĂŒchtlingsfeindlich geprĂ€gt.

        • CyberEgg
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          7 months ago

          Das wissen wir, wenn die Transfeindlichkeit rauskommt.

        • RoflmasterBigPimp@feddit.org
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          Deutsch
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          7 months ago

          Das habe ich mich vorhin auch gefragt.

          Wild wie das korreliert das der eine 'nen Tritt bekommt und dafĂŒr jetzt nach Monaten Funkstille hier die Propagandamaschine anspringt. Aber es gibt leider genug schlechte Menschen das es Zufall sein kann.

      • squaresinger@lemmy.world
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        7 months ago

        Was mir bei der PKS am meisten sauer aufstĂ¶ĂŸt ist dass die Berechnungsbasis einfach falsch ist.

        So zĂ€hlen Verbrechen von nicht hier lebenden AuslĂ€ndern bei der AuslĂ€nderkriminalitĂ€t rein, allerdings werden Verbrechen von InlĂ€ndern die im Ausland leben nicht berĂŒcksichtigt.

        PrĂŒgelt sich ein englischer Hooligan bei der EM in Deutschland mit einem HollĂ€nder, dann zĂ€hlt das in die AuslĂ€nderkriminalitĂ€t rein. Begrapscht ein Deutscher im Vollsuff beim Apres-Ski in Österreich, dann zĂ€hlt das in die PKS in Deutschland nicht rein.

        Damit wird die AuslĂ€nderkriminalitĂ€t im Vergleich zur Zahl der auslĂ€ndischen Bevölkerung ĂŒberreported, wĂ€hrend die InlĂ€nderkriminalitĂ€t im Vergleich zur inlĂ€ndischen Bevölkerung unterreported wird.

        Bias direkt eingebaut in die Erhebung selbst.

        • schnurrito
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          7 months ago

          Begrapscht ein Deutscher im Vollsuff beim Apres-Ski in Österreich, dann zĂ€hlt das in die PKS in Deutschland nicht rein.

          nein, das ist ja keine KriminalitĂ€t, die in Deutschland passiert ist, warum sollte sie also in einer deutschen Kriminalstatistik aufscheinen? Es ist allerdings AuslĂ€nderkriminalitĂ€t in Österreich und könnte als solche hier auch statistisch erfasst werden. Alles andere hielte ich nicht fĂŒr sinnvoll.

          • squaresinger@lemmy.world
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            7 months ago

            Das Problem dabei ist, dass es die Antwort auf die Fragestellung Àndert.

            Die Fragestellung, um die es hauptsĂ€chlich geht im Zusammenhang mit dem Herkunftsland der TĂ€ter in der PKS ist “Sind AuslĂ€nder krimineller als InlĂ€nder?” bzw. das Gleiche nach HerkunftslĂ€ndern aufgeschlĂŒsselt.

            So wie die PKS erhoben wird, beantwortet sie allerdings “Begehen mehr AuslĂ€nder oder InlĂ€nder im Inland Straftaten?”. Subtil andere Fragestellung, aber insbesondere im Vergleich zur Bevölkerungszahl bringt sie einfach nicht die Antwort auf die Frage von oben.

            Und sowas fĂ€llt dann eben unter “LĂŒgen mit Daten”.

        • dreamless_day@feddit.orgOP
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          7 months ago

          Darauf geht Herr Urbaniok ein:

          ZunĂ€chst zum „Touristen“-Argument. Die Anzahl der tatverdĂ€chtigen Touristen und anderer AuslĂ€nder, die nicht in der Wohnbevölkerung erfasst werden, ist viel zu gering, um die drastisch erhöhten Quoten einzelner Nationen bei bestimmten Delikten zu erklĂ€ren.

            • dreamless_day@feddit.orgOP
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              7 months ago

              Bei den „nichtmigrantischen“ auslĂ€ndischen TatverdĂ€chtigen geht es durchaus um eine relevante Gruppe. Laut PKS hatten im Jahr 2024 insgesamt 9,6 Prozent der ermittelten auslĂ€ndischen TatverdĂ€chtigen – ohne auslĂ€nderrechtliche VerstĂ¶ĂŸe wie Einreise und Aufenthalt ohne erforderliches Visum oder Aufenthaltstitel – ihren Wohnsitz im Ausland.

              https://www.bpb.de/themen/innere-sicherheit/dossier-innere-sicherheit/301624/migration-und-kriminalitaet/

              • squaresinger@lemmy.world
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                7 months ago

                Also hat der gute Mann da doch einfach glatt gelogen. Wer hÀtte das denn erwartet?

                9.6% ist da jetzt echt nicht wenig.

                • dreamless_day@feddit.orgOP
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                  7 months ago

                  Reicht aber wahrscheinlich nicht um auf diese Zahlen zu kommen:

                  Sie listen Herkunftsstaaten auf, die bei Delikten wie Raub, Körperverletzung oder Sexualstraftaten im VerhĂ€ltnis zu deutschen TatverdĂ€chtigen extrem ĂŒberreprĂ€sentiert sind. Welche LĂ€nder sind das?

                  LĂ€nder aus Osteuropa sowie arabische und afrikanische Staaten. Afghanische TatverdĂ€chtige sind zum Beispiel um 974 Prozent ĂŒberreprĂ€sentiert bei Sexualdelikten und um 723 Prozent bei der gefĂ€hrlichen Körperverletzung. Syrer bei der gefĂ€hrlichen Körperverletzung um 667 Prozent und um 517 Prozent bei den Sexualdelikten. Algerier stehen bei den gefĂ€hrlichen Körperverletzungen an erster Stelle: Sie sind mit 3443 Prozent ĂŒber­reprĂ€sentiert.

                  Das klingt kompliziert. Was heißt es genau?

                  Nehmen wir an, TatverdÀchtige aus einem bestimmten Land weisen bei Sexualstraftaten ein Plus von 150 Prozent auf. Diese TatverdÀchtigen treten dann mehr als doppelt so hÀufig in Erscheinung als deutsche.

                  Der Anteil an Touristen in den o.g. Menschengruppen wird vermutlich auch wesentlich geringer sein als 10%

                  • squaresinger@lemmy.world
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                    7 months ago

                    Ja, dann muss man hier noch mal etwas mehr StatistikverstÀndnis drin haben.

                    Wir reden hier von insgesamt ziemlich geringen Zahlen. So geht es hier z.B. um:

                    • ~650 FĂ€lle von Sexualstraftaten mit afghanischen TatverdĂ€chtigen
                    • ~5700 FĂ€lle von gefĂ€hrlicher oder schwerer Körperverletzung mit afghanischen TatverdĂ€chtigen
                    • ~800 FĂ€lle von Sexualstraftaten mit syrischen TatverdĂ€chtigen
                    • ~12000 FĂ€lle von gefĂ€hrlicher oder schwerer Körperverletzung mit syrischen TatverdĂ€chtigen
                    • ~40 FĂ€lle von gefĂ€hrlicher Körperverletzung mit algerischen TatverdĂ€chtigen

                    Bei so geringen Zahlen greift das Gesetz der Großen Zahlen noch nicht.

                    Das Gesetz der Großen Zahlen bedeutet, dass sich ein Zufallswert erst bei genĂŒgend Wiederholungen einem Erwartungswert annĂ€hert. Nimm z.B. einen normalen 6-seitigen WĂŒrfel. Im Durchschnitt erwartet man, dass der WĂŒrfel 3.5 als Ergebnis liefert. Wenn ich den WĂŒrfel tausende Male wĂŒrfel und den Durchschnitt nehme, dann wird der Durchschnitt auch sehr nahe an 3.5 liegen.

                    WĂŒrfel ich den WĂŒrfel hingegen nur ein Mal, dann zeigt der WĂŒrfel z.B. eine 1. 1 ist sehr weit von dem Erwartungswert weg. Das heißt aber nicht, dass der Erwartungswert falsch ist, sondern dass ich ein sehr zufĂ€lliges Ergebnis sehe.


                    Nimm als Extrembeispiel hier die Algerier. In Deutschland leben laut Wikipedia gerade mal 520 Algerier (Zahl von 2023). Das sind extrem wenige. Genauso ist die absolute Anzahl von 40 gefÀhrlichen Körperverletzungen richtig wenig. Das ist eine Zahl die so niedrig ist, dass drei oder vier gewalttÀtige Leute ausreichen um diese 40 gefÀhrlichen Körperverletzungen an einem einzigen Tag hin zu bekommen.

                    Das heißt also nicht, dass Algerier prinzipiell gewalttĂ€tig sind, sondern dass diese winzige Gruppe eben zufĂ€llig ein paar gewalttĂ€tige Individuen beinhaltet.


                    Um es jetzt noch mal anders zu verdeutlichen: Nimm ganz Deutschland. Teile alle Einwohner völlig zufĂ€llig in Gruppen aus 1000 Leuten auf. Damit hat man jetzt ~84 000 Gruppen. Erhebe wie viele Leute von welcher Gruppe straffĂ€llig geworden sind. Du wirst automatisch sehen, dass manche dieser Gruppen extrem ĂŒberreprĂ€sentiert sein werden und andere Gruppen werden wahrscheinlich gar keine Verbrechen begangen haben.

                    Um das zu demonstrieren habe ich hier ein kleines Python-Script gebastelt, welches exakt das tut: Es nimmt die Bevölkerung Deutschlands, die Anzahl an schweren Körperverletzungen und Sexualstraftaten, verteilt die zufĂ€llig ĂŒber die simulierte Bevölkerung, teilt die Bevölkerung in 1000-Personen-Chunks auf und vergleicht dann, wie viele Straftaten in welcher Kategorie welcher Chunk begangen hat.

                    Und komplett ohne dass ich da irgendwelche Konzepte wie NationalitĂ€t, EthnizitĂ€t, Religion, soziale Klasse, Ausbildung, Geschlecht oder sonst irgendwas einfließen hab lassen (man könnte sagen das Programm ist vollstĂ€ndig diskriminierungsfrei), kriege ich da diese Werte raus (Werte variieren, da Zufall verwendet wird):

                    Total number of chunks: 84552
                    Chunks with no crime:   11057
                    Most overrepresented violent chunk:     534%
                    Most overrepresented sex crime chunk:   3173%
                    Most overrepresented total crime chunk: 493%
                    

                    In diesem Fall hat es also ~11000 Chunks (=11 mio Leute) gegeben, in denen niemand ein Verbrechen begangen hat, wĂ€hrend es einen Chunk gegeben hat, der 534% ĂŒberreprĂ€sentiert war bei schwerer Körperverletzung und einen der sogar 3173% ĂŒberreprĂ€sentiert war bei Sexualverbrechen.

                    Je kleiner die Zahlen sind um die es sich handelt, desto zufÀlliger wird das Ergebnis.


                    Edit: Mache ich die Chunk Size so klein wie die Anzahl der Algerier in Deutschland (520), dann wird das Ergebnis noch extremer:

                    Most overrepresented violent chunk:     822%
                    Most overrepresented sex crime chunk:   4882%
                    Most overrepresented total crime chunk: 758%
                    
    • dreamless_day@feddit.orgOP
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      7 months ago

      Aber wie sieht es mit dem Sozialstatus aus? Kriminologen und BKA fĂŒhren das junge Alter in Verbindung mit prekĂ€ren sozialen VerhĂ€ltnissen und dem Leben in kriminalitĂ€tsbelasteten GroßstĂ€dten als Grund fĂŒr die hohe Delinquenz von AuslĂ€ndern an. Das Ifo-Institut hatte kurz vor der Bundestagswahl eine Studie veröffentlicht, die zu diesem Ergebnis kommt. Sie kritisieren, dass die Studie eine „viel zu grobe Perspektive“ einnehme.

      Und die Studie erklĂ€rt nicht die entscheidende Frage: Sind die Viertel, in denen die AuslĂ€nder wohnen, kriminalitĂ€tsbelas­teter durch den Zuzug von AuslĂ€ndern, oder werden die AuslĂ€nder durch die Viertel zu Kriminellen? Man muss sich wieder vergleichbare Gruppen anschauen: TatverdĂ€chtige aus bestimmten Herkunfts­lĂ€n­dern mit geringem Sozialstatus und Wohn­ort in der Großstadt und die entsprechenden TatverdĂ€chtigen der InlĂ€nder und anderer HerkunftslĂ€nder. Es gibt Un­tersuchungen dazu. Und da sieht man wieder: Die Quoten unterscheiden sich immer noch stark.

      Aber kann man diese Gruppen wirklich miteinander vergleichen? Der deutsche junge SozialhilfeempfĂ€nger hat in der ­Re­gel noch ein anderes soziales Umfeld mit Eltern und Freunden, das die Risiken fĂŒr Straftaten mindert. Das haben zum Beispiel junge Asylbewerber nicht.

      Das mag manchmal zutreffen. Aber es erklĂ€rt immer noch nicht die zum Teil ex­trem hohen KriminalitĂ€tsquoten bei bestimmten HerkunftslĂ€ndern. Es gibt Un­ter­suchungen, die die Korrelation von So­zialstatus und Delinquenz anhand be­stimmter NationalitĂ€ten aufschlĂŒsseln. Da fĂ€llt auf, dass zum Beispiel bei einer Gruppe, bestehend aus Algeriern, Libyern, ­Tunesiern und Ägyptern, rund 19 Prozent als sozial schwach gelten. Die KriminalitĂ€tsrate dieser Gruppe betrĂ€gt jedoch rund 23 Prozent. Bei Vietnamesen gibt es einen Ă€hnlich hohen Anteil von sozial Schwachen – doch ihre KriminalitĂ€tsrate betrĂ€gt nur rund drei Prozent. Die These von den sozialen Faktoren und dem jugendlichen Alter als ErklĂ€rung fĂŒr die Unterschiede wird so klar entkrĂ€ftet.

      Gibt es auch Herkunftsstaaten, deren ­KriminalitÀtsquote geringer ist als die der Deutschen?

      Ja, das sind vor allem LĂ€nder aus Ost- und SĂŒdostasien, zum Beispiel auch Indien. Ebenso muslimisch geprĂ€gte LĂ€nder wie Malaysia und Indonesien.