Ein 40-Tonnen-Lkw mit 5 Achsen nützt die Straßen so stark ab wie 32.000 Pkw. Mehr Lkw-Verkehr führt zu mehr Straßenschäden. Weniger Lkw-Verkehr reduziert nicht nur Lärm- und Abgasbelastung, sondern entlastet auch die Straßen.
Mich würde jetzt noch mal einen ökonomischen Vergleich mit Güterzügen interessieren.
Genau mein Gedanke!
Eigentlich sollte jeder der gerne Auto fährt für besseren Schienenverkehr sein, allein um die ganzen LKWs aus dem Weg zu bekommen.
Einen umzäunten Güterbahnhof neben jedem Discounter um die Ecke! Alle so yay!
Wär mal schön, einen Logistiker zu dem Thema zu hören.Fast richtig, nur noch nicht weit genug gedacht! Jedes Haus bekommt eine Schienenanbindung und jede Privatpersonen einen eigenen Zug und frühmorgens zwischen 6-8 fahren alle Zeitgleich mit ihrer Privatbahn los zu ihrem Job, um sich dann im Stau mit der DB um die größte Verspätung zu batteln.
::: Falls es notwendig sein sollte: Natürlich ist das Blödsinn, genauso, wie das jeder Tante-Emma-Laden einen Güterbahnhof bekommt. Es geht offensichtlich darum viele Langstreckenfahrten vom LKW auf Schienenverkehr umzumünzen, sodass nur noch die letzte Meile durch Alternativen erledigt werden muss. Leider haben wir’s Schienennetz in den letzten zwei Dekaden ziemlich versaut, sodass sowas aktuell kaum zumutbar wäre. Aber das lässt sich ja ändern, man muss es nur wollen. :::
Ach bei den Schlaglöchern ging es um Fernstraßen?
…ja?
Hab hier “unser” Autobahnstück seit locker 8+ Jahren nicht mehr ohne Baustelle gesehen. Eigentlich ist das hier nur einspurig. Die jeweils andere Spur ist für die Baustelle reserviert. Und wenn ich ins Büro muss sehe ich auch warum.
Fährt keine Bahn zur Arbeit?
…ich werd mich jetzt nicht doxxen.
Also es fährt eine Bahn zu meiner Arbeit; hält sogar keine 10 Minuten zu Fuß davon. Für mich ist der Bahnhof aber weiter weg, als mein Büro.
Machbar, aber da lohnt sich das Fahrrad deutlich mehr. Somal ich das Glück hab recht viel Homeoffice machen zu können. In aller Regel machen wir hier, sofern halbwegs passend, sogar 'ne Fahrgemeinschaft. Aber wenn ich hier von weiter weg anfahren müsste, wär ich schon ziemlich angepisst, jeden Tag kurz vor der Arbeit nochmal brav 20-30 Minuten im fickenden Stau zu stehen, weil zum einen viele Arbeiter und zum anderen haufenweise LKWs einfahren müssen.
Edit: Das mit den Satzzeichen üb’ ich nochmal.
Ich finde diese Berichterstattung über diese gesperrten und kaputten Brücken in diesem Kontext immer total spannend:
Die Brücke wurde in den 1970ern für eine Belastung von 200 LKW pro Tag geplant. Heute fahren dort 87421 LKW täglich
Warum man diese Menge an LKW dann überhaupt über dafür nicht ausgelegte Brücken fahren lässt, die dann folgerichtig und völlig erwartbar kaputt gehen, konnte mir keiner erklären. Wir haben ja sogar eine LKW-Maut, mit der man das steuern könnte
87421 wären ja mehr als ein LKW pro Sekunde rund um die Uhr!? Sicher, dass die Zahl so stimmt? Zumindest wenn 200 pro Tag (ca. 1 LKW alle 7 Minuten) angenommen wurden, scheint mir das aber eine sehr krasse Abweichung zu sein, die längst nicht nur durch eine Zunahme des LKW-Verkehrs erklärt werden kann.
Das sind natürlich völlig ausgedachte Zahlen. Wenn du echte einer echten Brücke willst, hier:
Die Talbrücke wurde von 1965 bis 1968 als Teil der A45 zwischen den Autobahnanschlüssen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid errichtet. Die Verkehrsplaner prognostizierten in den 1960er-Jahren, dass im Jahre 1980 täglich 25.000 Fahrzeuge sie nutzen würden. Ende der 2010er-Jahre waren es täglich 64.000 Fahrzeuge, davon 13.000 Lastkraftwagen. Ende der 1950er-Jahre waren für Lastkraftwagen 8 Tonnen Achslast und 24 Tonnen Gesamtgewicht zulässig. 1960 betrug das zulässige Gesamtgewicht 32 Tonnen und die zulässige Achslast 10 Tonnen, 1968 38 Tonnen. Unter diesen Bedingungen betrug die theoretische Nutzungsdauer 70 Jahre, ab dem Jahr der Fertigstellung.[1] Im Jahr 2021 waren maximal 40 Tonnen und 11,5 Tonnen Achslast,[2] im kombinierten Verkehr bis 44 t Gesamtmasse zulässig.[3] Hinzu kamen häufige illegale Überschreitungen von Gesamtgewicht und Achslasten.[4]
Warum man diese Menge an LKW dann überhaupt über dafür nicht ausgelegte Brücken fahren lässt
Die meisten maroden Brücken sind für den LKW-Verkehr gesperrt oder die Anzahl der LKW-Spuren wurde reduziert. Das Problem ist, dass sich niemand daran hält weil die Bußgelder in DE so lächerlich niedrig sind.
Die Zahlen wirken für mich bisschen gewürfelt.
Grundsätzlich erhöht sich die Abnutzung mit der vierten Potenz der Achslast. Der erste Wert kommt einigermaßen hin, wenn man ein Durchschnittsgewicht von 1,5t pro PKW annimmnt. Beim zweiten und dritten Wert passt es nicht. Beim dritten Wert würde es für vier Achsen passen. Vielleicht wird da irgendwo angenommen, dass sich das Gewicht nicht gleichmäßig auf die Achsen verteilt.
Ich denke, beim 5-Achser (und theoretisch auch beim 3-Achser) hast du Sondereffekte, weil die hinteren Achsen nicht einzeln gelenkt werden. Bei einer Kurvenfahrt radieren letztlich 2 der 3 Achsen massiv auf der Straße.
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Das maximal zulässige Gewicht der Hinterachse der Zugmaschine scheint 11,5 Tonne zu sein. Ich könnte mir vorstellen, dass man da nah ran kommt bei einem 40 Tonner. Das wären dann 55,000 PKWs Belastung.
Ja, das kann sein - kam mir jetzt beim ersten draufschauen etwas sehr willkürlich vor. Hat mich son bisschen an diese “1kg Rindfleisch verbraucht 15.000 Liter Wasser!!!11” wo am Ende 90% des “Verbrauchs” einfach Regenwasser ist, der auf die Wiese fällt und als “verbraucht” gewertet wird.
Muss mich mal bisschen einlesen, scheint interessant zu sein.
Dazu kommt noch eine beträchtliche Anzahl an überladenen LKWs.






