Das ist ja gerade das Bittere. Diese Regel führt dann dazu, dass nach und nach alle Umgehungsmöglichkeiten sanktioniert werden. Erst sind es die VPN Dienste und danach stellt dann jemand fest, dass Jugendliche auch Accounts von Erwachsenen benutzen können. Dann fordert im Zweifelsfall jemand biometrische Authentifizierung für jeden Account bei jeder Nutzung.
Netter Nebeneffekt: für viele wird dadurch mobiles Arbeiten/Homeoffice erschwert, weil es derzeit relativ weit verbreitet ist, dass Mitarbeitende sich dafür per VPN mit dem Firmennetzwerk verbinden, um auf die notwendigen Ressourcen zuzugreifen. So z.B. auch beim Jobcenter und der Agentur für Arbeit.
Sprich ein VPN-Verbot würde nicht nur dem Überwachungsfetisch der Bundesregierung sondern auch dem Kontrollfetisch des mittleren Managements zuträglich sein. Win-Win für den Club Deutscher Unternehmer.VPNs sind doch mittlerweile ein fester Teil der IT-Infrastruktur. Das wäre, als wollte man Verschlüsselung verbie- OH WARTE!
Sehe dieses Argument immer wenn es darum geht VPN Dienste zu verbieten und ich muss zugeben ich rall es offensichtlich nicht. Es geht hier doch um kommerzielle VPN Dienste à la Mullvad und Konsorten. Was hat das mit dem Cisco Tunnel zu dem Geschäftsserver zu tun? Das lässt sich doch rechtlich und technisch super einfach trennen.
(Disclaimer: dieser Kommentar stellt keine Unterstützung für das unethische Vorhaben der Deanonymisierung des Internets dar)
Naja, die Argumente, die für ein VPN-Verbot vorgebracht werden, differenzieren selten und kommen oft von technisch nicht unbedingt versierten Personen. Es geht dann auch darum, aufzuzeigen, dass die Konsequenzen dieser Argumentation potenziell viel tiefgreifender und weitreichender sind als auf den ersten Blick erkennbar, und den Gedankengang anzustoßen, doch noch mal näher hinschauen zu wollen als nur oberflächlich.
Wer hindert mich daran, mir einen günstigen VPS im nicht betroffenen Ausland anzumieten und mir einen Wireguard-Tunnel dorthin zu machen?
Klar, für den Otto-Normal-Nutzer ist das eine erheblich höhere technische Barriere. Für jeden mit auch nur groben Netzwerkkenntnissen aber trivial.
Wie ISOmorph schon schreibt, geht es hier um VPN-Dienste nicht VPN den Netzwerktunnel. Dass OpenVPN, Wireguard und was auch immer für einen Rotz Windows macht nicht verboten werden ist klar. Aber Dienste, die diese für Endkunden anbieten geraten wie vorhergesehen jetzt in die Zielscheibe.
Das gute ist, dass so ein Gesetz, genau wie alle anderen bisherigen Gesetze in diese Richtung relativ wirkungslos ist und einfach umgangen werden kann, entweder in dem man selbst einen Server aufsetzt, einen der vielen Dienste im Ausland über Kryptowährung oder Bargeld per Post bucht oder eine Kombination aus Beidem.
Bzw. das wird halt dann wieder, genauso wie die Wirkungslosigkeit der vorherigen Gesetze, das Sprungbrett für den dann darauf folgenden Schritt: Die große EU Firewall. Dann kannst du halt auf EU-Seiten und EU-Dienste nicht mehr vom Ausland (also einem der verbleibenden VPN-Dienste) aus zugreifen und umgekehrt. China hat das alles schon vorgemacht und man hat vor 15 Jahren schon gesehen wie die GroKo-Faschos das mit leuchtenden Augen beobachtet und seitdem darauf hingearbeitet haben.
Ich denke, Unternehmens-VPNs sind für Unternehmen zu wichtig, als dass die jemals verboten werden. Brauchen ja auch (höhere) Mitarbeiter, die auf Geschäftsreisen usw. sind. Das ist dann doch eher ein Talking-Point, der vom zentralen Thema eher ablenkt.
Ob die alle Lack gesoffen haben, habe ich gefragt!!
Die Regierungen sind voll rational. Chinas Wirtschaft lässt sich nur noch mit Faschismus oder einem Krieg einfangen. Für beides muss man das Narrativ kontrollieren können.
Die Bürger haben Lack gesoffen wenn sie denken, dass es schon nicht so schlimm wird.
Man braucht ja nur einen Server im Ausland mieten und dorthin tunneln. Die Politik müsste dann schon konsequent sein und auch das Anmieten von Servern verbieten und somit auch die Nutzung von Azure, AWS und Konsorten verbieten.







