Donald Trump will Grönland, unbedingt. Regierungssprecherin Karoline Leavitt erhöht nun den Druck. Außenminister Rubio indes favorisiert offenbar einen Kauf der Insel.
Sie drohen, aber sie haben ansonsten keine realen Mittel an der Hand, um Druck aufzubauen. Rein rechtlich haben sie nichtmal einen Grund, denn über die Nato könnte die USA wieder mehr Militär-Basen dort aufbauen, die sie über die Jahre massiv abgebaut haben. Es gibt also nichtmal ansatzweise einen Grund, ein Land anzugreifen, das einem sogar freiwillig Zugang gibt.
Auch die Gegenseite hat gar keine Option, der Übereignung zuzustimmen.
Damit bleibt als einzige Option, die Drohung wahr zu machen, aber mit einer militärischen Aktion innerhalb der Nato schießt man sich damit selbst nicht nur ins eigene Bein, sondern zerfetzt gleich den ganzen Unterkörper.
Die weitere Entwicklung der USA ist mir dabei echt egal, aber hier in Europa müssen wir mehr als dringend anfangen, auf eigenen Beinen zu stehen. Inzwischen muss man wohl auch sagen “Koste es, was es wolle”.
Der Unterschied zu Grönland ist aber, dass ihnen bei Venezuela klar war, dass es kaum Widerstand geben wird, weder aus dem Land selbst, noch von außen.
Ich glaube auch nicht dran, dass sich Europa wegen Grönland in eine militärischen Auseinandersetzung ziehen lässt, was für die Grönländer sehr schade wäre, wenn es doch so kommt. Europa ist aber nicht komplett wehrlos, wirtschaftlich haben wir durchaus Gewicht, um kurzfristig Probleme bereiten zu können.
Und mittelfristig könnte ich mir vorstellen, dass sich die (evtl. ehemaligen) Nato-Staaten nach dem trumpschen Rhetorik-Rundumschlag auf dem restlichen amerikanischen Kontinent dann in Richtung Mittel- und Südamerika orientieren könnten, und die USA damit in die Zange nehmen können.
Alles nicht wirklich gute Zustände für die Zukunft, aber so wie es aktuell läuft, kann es nicht weitergehen, solchem Vorgehen müssen Grenzen gesetzt werden.
Das Gruselige an der derzeitigen US-Regierung ist ja, dass ihnen das alles (Völkerrecht, Zerstörung der NATO, …) völlig egal ist. Ich weiß nicht, ob die US-Oligarchen irgendwie von einem Angriff auf Grönland profitieren können, aber falls ja, dann sehe ich nicht, was sie aufhalten sollte.
Ich suche noch nach dem roten Faden, aber den finde ich seit Trumps Wahl einfach nicht. Von daher sehe ich auch noch nicht, wer von der Nummer jetzt wirklich profitieren könnte.
Die schlimmste Idee wäre für mich, dass die US-Oligarchen damit rechnen, aus einem weiteren Weltkrieg mit noch mehr Macht hervorzugehen. Das ist aber für mich auf einem dermaßen hohen Level Verschwörungstheorie, dass ich aktuell daran nicht glauben möchte. Zumal die reale Macht durch die modernen Informationstechnologien so groß ist, dass sich das mit klassischer Kriegsführung kaum weiter ausbauen lässt.
Zäum das Pferd von Hinten auf. Trump wurde ausgewählt, weil alle Trump für einen Trottel halten, dessen Aktionen nicht ernstzunehmen sind. Damit kann er aber, siehe Venezuela, Zölle, Armee im Inneren, Ukraine Deals, alles machen, ohne dass jemand einen Sinn erwartet oder Gerechtigkeit fordert.
Der rote Faden ist, dass die USA die Informationsgesellschaft voll akzeptiert haben und die Menschen nicht mehr durch Werte und Sinn an sich binden. All die Rechtsbrüche und Genozide sind dank Wikipedia bekannt, und dank Trump irrelevant.
Moralisch müsste die Welt die USA ablehnen und bereits ein virales Video könnte jederzeit der Auslöser sein für ein Umdenken. Durch Flooding the Zone und 1984artige Unstimmigkeiten wird diese Diskussion aber nicht stattfinden, bevor die USA die Welt durch KI und Roboter im Griff haben.
Wegen China wird es weitere Kriege geben müssen, da China so eine Welt nicht will. Es gibt nicht mehr die Zeit, für alle diese Kriege eine demokratiebringende Rechtfertigung zu finden. Dank Trump ist es nicht nötig. Venezuela zeigt, dass die Wahrheit jetzt auch funktioniert.
Die Amerikaner nutzen den Militäreinsatz in Venezuela um Druck aufzubauen nach dem Motto “Wir sind zu allem bereit”. Im Endeffekt geht es darum, Dänemark dazu zu bewegen, Grönland zu verkaufen und den Preis runter zu handeln. Eine typische Schulhofschläger-Aktion.
Eine Militärintervention in Grönland halte ich für nicht vorstellbar. In weiterer Konsequenz müsste dann auch Island dran glauben, ist geoökonomisch und geostrategisch mindestens genauso wertvoll wie Grönland.
Dänemark kann Grönland gar nicht legal ohne Zustimmung der Grönländer verkaufen, selbst wenn sie wollten. Die Grönländer entscheiden laut Selbstverwaltungsgesetz selbst per Volksentscheid über ihre Staatszugehörigkeit. Das heißt Trump müsste es entweder militärisch annektieren oder wenn er es “konfliktlos” haben will: genug Propaganda (oder Angst) unter Grönländern streuen, bis diese selbst einem Beitritt zu den USA zustimmen (oder er muss eine Wahl heraufbeschwören und manipulieren).
Eigentlich ist es auch egal, ob die Aktion am Ende sinnvoll wäre oder nicht. Es besteht die Möglichkeit, dass sie durchgeführt wird, und darauf müssen wir uns vorbereiten. Wir sitzen in der Klemme zwischen zwei (Möchtegern-)Diktatoren und da will ich mich nicht darauf verlassen, dass der nächste US-Präsident wieder ein netter Typ wird. Europäische Unabhängigkeit in allen Belangen ist unverzichtbar, wenn wir nicht in den nächsten Jahren zu irgendeiner Vasallen-Autokratie werden wollen.
Worin besteht denn der Druck?
Sie drohen, aber sie haben ansonsten keine realen Mittel an der Hand, um Druck aufzubauen. Rein rechtlich haben sie nichtmal einen Grund, denn über die Nato könnte die USA wieder mehr Militär-Basen dort aufbauen, die sie über die Jahre massiv abgebaut haben. Es gibt also nichtmal ansatzweise einen Grund, ein Land anzugreifen, das einem sogar freiwillig Zugang gibt.
Auch die Gegenseite hat gar keine Option, der Übereignung zuzustimmen.
Damit bleibt als einzige Option, die Drohung wahr zu machen, aber mit einer militärischen Aktion innerhalb der Nato schießt man sich damit selbst nicht nur ins eigene Bein, sondern zerfetzt gleich den ganzen Unterkörper.
Die weitere Entwicklung der USA ist mir dabei echt egal, aber hier in Europa müssen wir mehr als dringend anfangen, auf eigenen Beinen zu stehen. Inzwischen muss man wohl auch sagen “Koste es, was es wolle”.
Rein rechtlich hatten die kein Mittel den Maduro zu entführen, haben es trotzdem gemacht.
Der Unterschied zu Grönland ist aber, dass ihnen bei Venezuela klar war, dass es kaum Widerstand geben wird, weder aus dem Land selbst, noch von außen.
Ich glaube auch nicht dran, dass sich Europa wegen Grönland in eine militärischen Auseinandersetzung ziehen lässt, was für die Grönländer sehr schade wäre, wenn es doch so kommt. Europa ist aber nicht komplett wehrlos, wirtschaftlich haben wir durchaus Gewicht, um kurzfristig Probleme bereiten zu können.
Und mittelfristig könnte ich mir vorstellen, dass sich die (evtl. ehemaligen) Nato-Staaten nach dem trumpschen Rhetorik-Rundumschlag auf dem restlichen amerikanischen Kontinent dann in Richtung Mittel- und Südamerika orientieren könnten, und die USA damit in die Zange nehmen können.
Alles nicht wirklich gute Zustände für die Zukunft, aber so wie es aktuell läuft, kann es nicht weitergehen, solchem Vorgehen müssen Grenzen gesetzt werden.
Ich erwarte das Merz und von der Leyen denen Grönland schenkt, damit wir weiter bei denen verkaufen dürfen.
Möglicherweise könnte man noch Spanien und Portugal obendrauf legen. Hauptsache wir exportieren noch.
Unsere Politik erschrickt doch schon vor dem eigenen Schatten.
Das Gruselige an der derzeitigen US-Regierung ist ja, dass ihnen das alles (Völkerrecht, Zerstörung der NATO, …) völlig egal ist. Ich weiß nicht, ob die US-Oligarchen irgendwie von einem Angriff auf Grönland profitieren können, aber falls ja, dann sehe ich nicht, was sie aufhalten sollte.
Ich suche noch nach dem roten Faden, aber den finde ich seit Trumps Wahl einfach nicht. Von daher sehe ich auch noch nicht, wer von der Nummer jetzt wirklich profitieren könnte.
Die schlimmste Idee wäre für mich, dass die US-Oligarchen damit rechnen, aus einem weiteren Weltkrieg mit noch mehr Macht hervorzugehen. Das ist aber für mich auf einem dermaßen hohen Level Verschwörungstheorie, dass ich aktuell daran nicht glauben möchte. Zumal die reale Macht durch die modernen Informationstechnologien so groß ist, dass sich das mit klassischer Kriegsführung kaum weiter ausbauen lässt.
Zäum das Pferd von Hinten auf. Trump wurde ausgewählt, weil alle Trump für einen Trottel halten, dessen Aktionen nicht ernstzunehmen sind. Damit kann er aber, siehe Venezuela, Zölle, Armee im Inneren, Ukraine Deals, alles machen, ohne dass jemand einen Sinn erwartet oder Gerechtigkeit fordert.
Der rote Faden ist, dass die USA die Informationsgesellschaft voll akzeptiert haben und die Menschen nicht mehr durch Werte und Sinn an sich binden. All die Rechtsbrüche und Genozide sind dank Wikipedia bekannt, und dank Trump irrelevant.
Moralisch müsste die Welt die USA ablehnen und bereits ein virales Video könnte jederzeit der Auslöser sein für ein Umdenken. Durch Flooding the Zone und 1984artige Unstimmigkeiten wird diese Diskussion aber nicht stattfinden, bevor die USA die Welt durch KI und Roboter im Griff haben.
Wegen China wird es weitere Kriege geben müssen, da China so eine Welt nicht will. Es gibt nicht mehr die Zeit, für alle diese Kriege eine demokratiebringende Rechtfertigung zu finden. Dank Trump ist es nicht nötig. Venezuela zeigt, dass die Wahrheit jetzt auch funktioniert.
Die Amerikaner nutzen den Militäreinsatz in Venezuela um Druck aufzubauen nach dem Motto “Wir sind zu allem bereit”. Im Endeffekt geht es darum, Dänemark dazu zu bewegen, Grönland zu verkaufen und den Preis runter zu handeln. Eine typische Schulhofschläger-Aktion.
Eine Militärintervention in Grönland halte ich für nicht vorstellbar. In weiterer Konsequenz müsste dann auch Island dran glauben, ist geoökonomisch und geostrategisch mindestens genauso wertvoll wie Grönland.
Dänemark kann Grönland gar nicht legal ohne Zustimmung der Grönländer verkaufen, selbst wenn sie wollten. Die Grönländer entscheiden laut Selbstverwaltungsgesetz selbst per Volksentscheid über ihre Staatszugehörigkeit. Das heißt Trump müsste es entweder militärisch annektieren oder wenn er es “konfliktlos” haben will: genug Propaganda (oder Angst) unter Grönländern streuen, bis diese selbst einem Beitritt zu den USA zustimmen (oder er muss eine Wahl heraufbeschwören und manipulieren).
Eigentlich ist es auch egal, ob die Aktion am Ende sinnvoll wäre oder nicht. Es besteht die Möglichkeit, dass sie durchgeführt wird, und darauf müssen wir uns vorbereiten. Wir sitzen in der Klemme zwischen zwei (Möchtegern-)Diktatoren und da will ich mich nicht darauf verlassen, dass der nächste US-Präsident wieder ein netter Typ wird. Europäische Unabhängigkeit in allen Belangen ist unverzichtbar, wenn wir nicht in den nächsten Jahren zu irgendeiner Vasallen-Autokratie werden wollen.