n-tv verwechselt in diesem Artikel übrigens fünf Mal “Erdöl” mit “Energie”.
Wir haben keine “Energiekrise” in dem Sinne, dass jetzt alle Energie, die wir benötigen, verknappt wird. Es sind nicht die “Energiepreise”, die angezogen werden. Es geht um Erdöl und im eingeschränkten Rahmen um Flüssiggas. Wind, Solar, Wasserkraft, Biogas, sogar fucking Kohle läuft ganz normal weiter.
Das Problem ist, wie so oft, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, die nicht bzw. unzureichend angegangen wird.Tja. Gäbe es doch nur Alternativen zum Dinosauriersaft.
Gummibärensaft?
Füll das mal in Diesel-Dieters Tank und schau was passiert.
Der hüpft dann fröhlich 😄
Hier und da und überall?
Ist er für dich da, wenn du ihn brauchst?
plötzlich Lowrider :D
Agavendicksaft! Riecht noch besser als Pöl aus der Frittenbude!
Selbst wenn der Krieg morgen endet, ist der langfristige Schaden schon angerichtet. Der Förder-Shutdown lässt sich nicht schnell beheben: “Das ist nicht wie ein Wasserhahn, den man mal schnell wieder aufdrehen kann”, bringt Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman es auf den Punkt. Denn sobald der Druck in vielen der älteren Ölfelder am Golf einmal abgefallen ist, lässt er sich nur schwer wieder auf das alte Niveau bringen.
Hört sich so an, als arbeitet sich der oberste Befehlshaber der USA auf einen Nobelpreis für Klimaschutz zu.
Die Erkenntnisse sind nicht ganz neu: Ökonomische Systeme und Teilsysteme wie die Ölförderung haben zahlreiche positive Rückkopplungen. Z.B. stehen günstiges Öl, starker Einsatz des Autos, und Zersiedelung in Zusammenhang. Und auch die Ölförderung muss erwirtschaftet werden - und wird aufgrund sinkender Reserven immer teurer.
Beispiel: Manch einer hat das berühmte Eigenheim im Speckgürtel, und fährt mit dem Auto zur Arbeit, weil er so einen besser bezahlten Job annehmen konnte. Aber der Gewinn aus dem besser bezahlten Job wird nun von immer teurerem Sprit und Heizkosten aufgefressen. Die fossile Wirtschaft gerät immer mehr zum System, um vor allem sich selbst zu finanzieren. Irgendwann lohnt sich halt das Verbrennerauto nicht mehr. Oder der weit weg liegende Job. Betrifft das viele Bewohner der Speckgürtel, dann sinken dort auch die Immobilienpreise. Und die Verbrennerautoindustrie gerät in Schwierigkeiten. Genau solche Dynamiken konnte man 2008 in den Suburbias der USA beobachten.
Deswegen können solche Systeme im Prinzip kollabieren, wenn die Kreise unterbrochen werden. Und es fließt sowieso schon exponentiell zunehmend Geld in preisgünstigere energetische Alternativen.
Die Ölindustrie und die Ölstaaten haben es ja vor allen Dingen in den letzten Jahrzehnten immer geschafft, ihre Förderung so anzupassen, dass die Alternativen immer genau knapp teurer waren. Das ändert sich jetzt aber plötzlich rapide. Noch letztes Jahr konnte man bei Heizungen oder auch Verbrennern immer hin und her rechnen und ist manchmal sogar dazu gekommen, dass die fossile Variante die günstigere ist, aber das ist jetzt bei den Preisen vorbei.
Bin schon total erschöpft vom ganzen Gewinnen.
“Bitte, bitte, es ist zu viel Gewinnen, wir können nicht mehr, Hr. Präsident, es ist zu viel!”






