• brewbart@feddit.org
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    19 hours ago

    Sollen sie halt Spargel zum selber Stechen anbieten. Familienausflug, kleines Eintrittsgeld, dafür günstiger Pfundpreis

    • rbn@sopuli.xyz
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      18 hours ago

      Meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass das nicht so einfach ist, da man da relativ leicht die Pflanzen beschädigt, wenn man nicht weiß, was man tut. Und Spargelfelder sollen i.d.R. viele Jahre beerntet werden können.

  • Toe@feddit.org
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    2 days ago

    Der Mindestlohn sollte ermöglichen, dass man im Land leben kann. Steuern, Angaben, Gebühren umd ggf auch Einkaufspreise sind in den EU-Ländern unterschiedlich.

    Man kann dem Gedanken folgen, den Mindestlohn an den der Länder innerhalb der EU ansässigen Konkurrenz anzupassen zu wollen. Genauso lässt sich dort der Mindestlohn in den anderen EU-Ländern anpassen. Ein Versuch der EU hier Regeln zu definieren wurde gekippt. (11.11.2025 Tagesschau.de)

    Folgende Fragen sollten wir wir uns beantworten:

    Welches Problem entsteht, wenn die Spargelproduktion durch den Markt ins europäische Ausland verlagert wird bzw. die inländischen Betriebe auf andere Produkte setzen oder aufgeben müssen?

    Sind wir bereit für Spargel mehr zu bezahlen, damit innländische Spargelbauern erhalten bleiben?

    Wenn kein Problem entsteht oder wir für Produkte aus der Region auch mehr bezahlen würde, sollten wir es den Markt regeln lassen und das Ergebnis ohne jammern akzeptieren.

    Falls wir selbst die Arbeit nicht erledigen möchten und und der Betrieb daher ausschließlich mit Saisongastarbeiter zu erhalten ist, stellen sich weitere Fragen.

    Ist die der Lohn an der Steuer- und Abgabenlast uns Lebenshaltungskosten des Mitarbeiters zu orientieren oder an den ortsüblichen? Ich gehe davon aus, dass wir diesen Weg nicht weiterverfolgen müssen und eine Umterscheidung anhand z.B. der Steuerpflicht in einem Land dem EU-Recht auch nicht gerecht werden würde.

    Wir sollten uns damit abfinden, dass wir entweder mit unseren Ansprüchen, was die Gewinnspanne des Spargelbauern selbst ebenfalls beinhaltet, möglicherweise nicht konkurrieren können, bis sich der Lebensstandard innerhalb des Schengenraum von zwei Seiten angenähert hat.

    Einwenig Druck dürfte auch durch Mercosur entstehen. Beim Spargel dürften eher Spanien und Griechenland und Italien (ohne Mindestlohn) profitieren.

    Ergänzend:

    Woher kommt unser Spargel

    DeStatis - Mindestlöhne

    • an0nym0us_dr0ne@europe.pub
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      15 hours ago

      Um mal die Position eines Spargel-Liebhabers einzunehmen: vorausgesetzt (und das weiß ich tatsächlich nicht), dass andere Länder ähnliche Regeln im Hinblick auf Bodenqualität, Pestizidnutzung und dergleichen haben, ist es mir relativ egal woher der Spargel kommt. Wünschenswert wäre es dann noch wenn der Spargel möglichst nah in Deutschland wäre, einerseits weil er einfach besser schmeckt je frischer er ist und andererseits um den CO2 Fußabdruck beim Transport möglichst klein zu halten.

      • Pommes_für_dein_Balg@feddit.org
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        10 hours ago

        Das regelt unironisch dann der Markt. Sind die Leute bereit, für deutschen Spargel mehr zu zahlen, weil er frischer ist und ihnen lokale Produkte wichtig sind?
        Wenn es den Leuten nicht wichtig ist, dann gibt’s halt keinen deutschen Spargel mehr.
        Oder wenn billiger deutscher Spargel wichtig für Deutschland ist, dann muss man ihn halt subventionieren.
        Aber das fehlende Geld von den Spargelbauern, dem schwächsten Glied in der Kette zu holen, geht halt nicht.

  • germanatlas@lemmy.blahaj.zone
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    2 days ago

    Ich bin mir sicher Herr Jakobs geht mit gutem Vorbild voran und ackert fleißig 8, iwo, 12 Stunden (gepriesen sei seine Lordschaft Merz) gebückt auf dem Feld für die prallen 10€/h, die er fordert.

    Edit: das mit 12 Stunden sollte eigentlich ein Witz sein, aber bei den Erntehelfern sind oft 70h Wochen üblich…