Der seit einer Woche in der Ostsee umherirrende Buckelwal wird wohl vor der Insel Poel sterben, wie Prof. Dr. Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, bei einer Pressekonferenz in Wismar am Mittwochmittag verkündet hat. „Wir geben den Kampf gerade alle eigentlich auf“, fand ein Vertreter von Greenpeace dramatische Worte. Alle weiteren Versuche, das Tier zu retten, seien Tierquälerei.
Der Wal sei deutlich geschwächter, seine Atemfrequenz sei am Vormittag sehr unregelmäßig und zum Teil im Abstand von mehr als vier Minuten gewesen. Die Brustflossen seien nah am Körper angelegt. „Die Reaktion auf uns, auf unsere Präsenz, war quasi null“, sagte Baschek. Zudem seien die Bedingungen in der Bucht schlecht. Der Wasserstand werde weiter sinken, um rund 10 bis 15 Zentimeter. Das Tier liege jetzt deutlich freier.
„Wir müssten ihn so massiv animieren, was aussichtslos wäre, weil er die Kraft nicht mehr hat. Und die Erfolgschancen sind so gering, dass wir das als reine Tierquälerei empfinden würden“, sagte Baschek. „Der Ansatz der maximalen Ruhe und der Respekt vor der Natur gebietet es auch, irgendwann dann mal ihn gehen zu lassen.“ Realistisch gesehen habe der Wal am Morgen seine letzte Chance gehabt. „Die konnte er nicht nutzen.“
Deutschland tötet zwei Schweine und 20 Hühner pro Sekunde, 24/7, jetzt gerade, jeden Tag im Jahr. Neun von zehn Deutsche halten dieses System des Elends und der systematischen Vernichtung am laufen, bezahlen dafür an den Kassen der Supermärkte und weinen jetzt um ein einziges krankes Tier auf ihr Salamibrötchen.
Warum wollen Veganer ständig ihre vermeintliche moralische Überlegenheit demonstieren? Die meisten Menschen sind halt nicht solche Extremisten. Esst eure Nahrungsergänzungsmittel und gut ist.
Man muss kein Veganer sein (ich bin keiner), um hier die Heuchlerei zu erkennen.
Ich sage nicht, dass es schlecht gewesen sei, zu versuchen das Tier zu retten. Immerhin sind die wenigsten Säugetiere noch Wildtiere. Gleichzeitig sind “wir” in Deutschland nunmal alles andere als tierlieb. Es ist nur ehrlich, das wenigstens anzuerkennen. Ob und welche Handlungen man davon ableitet, ist dann ja individuell.
Die meisten Menschen sind halt nicht solche Extremisten. Esst eure Nahrungsergänzungsmittel und gut ist.
Sehr reflektiert auf jeden Fall…
Die meisten Menschen sind halt nicht solche Extremisten.
Die Aussage hat ein bisschen was von “Sozialdemokraten sind linke Spinner”. Ich denke, du bist hier der Extremist.
Gez.: Ein Allesfresser.
Was hat es mit Extremismus zu tun, nicht unnötig Tiere zu töten? Was Teppichbrand hier gesagt hat ist halt war. Menschen schauen nicht hin, wenn haufenweise Tiere getötet werden, weil das war ja schon immer so und ist normal. Aber wenn ein besonderes Tier stirbt, wird ein riesen Drama gemacht.
In anderen Ländern erlöst man gestrandete Wale, die nicht mehr zu retten sind, übrigens. Bei größeren Tieren mittels über dem Gehirn platzierter Hohlladung. In Deutschland lässt man das Vieh lieber wochenlang elend verrecken.
Wenigstens konsequent! Sterbehilfe bringt schließlich Jesus zum Weinen.
Es sei eine Sperrzone eingerichtet worden und der Wal solle zur Ruhe kommen, um am Ende das Zeitliche segnen zu können. „Wir haben alles unternommen, um ihm seine Chance zu geben. Das ist eine einzigartige Tragödie. Die hat er sich aber so ausgesucht“, sagte Backhaus.
Das liest wie ein Vorwurf an den Wal. Inwiefern hat sich der Wal diese Situation selbst ausgesucht?
Der feige Wal hätte ja nicht vor den menschlichen Einflüssen und Krach aus der Ruhe gebracht werden müssen und wenn dann schonmal die edle Menschheit sich als Retter inszeniert, ist der so dreist, einfach sichtbar zu verrecken.
So blöd es klingt: Wale sind ja normalerweise vollkommen in der Lage, nicht zu stranden und im tiefen Wasser zu bleiben. Wenn ein Wal das zweimal nicht schafft, dann liegt das wirklich am Wal.
Wobei ich nicht ausschließen möchte, dass der Grund weshalb er zurückgeblieben ist der Mensch sein könnte :D
Naja er ist nochmal gestrandet. Ich würde einem gesunden, nicht beeinflussten (z.B. verschreckt durch Motorenlärm; panische Flucht) Tier unterstellen, dass ihm das nicht passiert.
Und ein ungesunder Wal hätte es sich ausgesucht, oder wie?
Einem kranken Wal fehlt vielleicht das Sinnesorgan, dass ihn vor Untiefen warnt. Oder grundsätzlich die Logik Ufer = doof.
Ich schätze, es ist sprachliche Haarspalterei, ob hier eine vorsätzliche Tat des Wals vorliegt oder ein Unterlassen eines Verhaltens, dass ihn vor diesem Schicksal bewahrt hätte.







