Dann schau dir doch mal Jugendliche an der Bushaltestelle an. Oder auf der Strasse. Aufm Fahrrad. In der Bahn oder Bus. Im Urlaub am Strand. Beim Essen im Restaurant. Auf dem Konzert oder der Party bei Freunden. Ab wann ist das Sucht?
Als ich ein Jugendlicher war, waren Foren und IRC-Chats meine hauptsächliche Freizeitbeschäftigung. Ich denke häufiger an Leute zurück, die ich dort getroffen hab als an damalige Mitschüler. Hätte mir ein Leben ohne das nicht vorstellen können.
Ich beneide heutige Jugendliche, dass sie dafür nicht zu Hause sein müssen, sondern überall ein Smartphone mit mobilem Internet haben.
So etwas wie Internetsucht gibt es mE schlicht und ergreifend nicht.
Ist aber schon ein Unterschied, ob man sich sozial im Netz engagiert wie du oder ob man sich von vermeintlich sozialen (ergo falsch ins deutsche übersetzten) unidirektionalen Kanälen beschallen lässt.
Das ist dann aber eine andere Diskussion. Algorithmusgesteuerte soziale Medien sind für Kinder kaum zu empfehlen. Aber ein Verbot schließe dann ja auch eben die Plattformen ein, auf denen man sich tatsächlich austauscht.
Vielleicht ist das der Punkt, wo es bei mir auseinander geht. Ich interpretiere den Begriff social media eigentlich nur als die großen Plattformen mit 0:n Kommunikation. Das sollte niemand machen, insbesondere keine Kinder. Aber sowas wie eben im Vorkommentar geschildert ist ein anderer Schnack für mich, daran ist im großen Stil nicht viel auszusetzen und auch nicht zu verbieten.
Ich interpretiere den Begriff social media eigentlich nur als die großen Plattformen mit 0:n Kommunikation.
Jo, das sehe ich als zu kurz gegriffen. Lemmy ist auch ein soziales Medium, teilweise werden inzwischen auch Plattformen wie Whatsapp, Discord und Telegram als soziale Medien geführt (deren Alternativen dann logischerweise auch) und ich kann mich noch an SchülerVZ erinnern und die Tage, als man bei Facebook noch nach “Neueste” sortieren konnte und nur Freunde und Gruppen angezeigt bekam.
Edit:
Auszug:
„Die exzessive oder ausschließliche Beschäftigung mit dem virtuellen Raum (Spiel- und/oder Internet) kann gravierende Folgen haben:
soziale Probleme in der Familie, im Freundeskreis, in der Schule oder am Ausbildungsplatz
(vollständiger) sozialer Rückzug
emotionale Probleme wie Depressivität & soziale Angst außerhalb der virtuellen Welt
schulisches Versagen, Schulverweigerung, Verlust des Ausbildungsplatzes
körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Rückenprobleme, Essstörungen
Konzentrations- und Leistungseinbußen
Ziel unserer Beratung und Behandlung ist es, mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen einen Weg zurück aus der virtuellen Welt in die reale Welt zu bahnen.“
ich hoffe, dass das sarkastisch gemeint ist
Dann schau dir doch mal Jugendliche an der Bushaltestelle an. Oder auf der Strasse. Aufm Fahrrad. In der Bahn oder Bus. Im Urlaub am Strand. Beim Essen im Restaurant. Auf dem Konzert oder der Party bei Freunden. Ab wann ist das Sucht?
Als ich ein Jugendlicher war, waren Foren und IRC-Chats meine hauptsächliche Freizeitbeschäftigung. Ich denke häufiger an Leute zurück, die ich dort getroffen hab als an damalige Mitschüler. Hätte mir ein Leben ohne das nicht vorstellen können.
Ich beneide heutige Jugendliche, dass sie dafür nicht zu Hause sein müssen, sondern überall ein Smartphone mit mobilem Internet haben.
So etwas wie Internetsucht gibt es mE schlicht und ergreifend nicht.
Ist aber schon ein Unterschied, ob man sich sozial im Netz engagiert wie du oder ob man sich von vermeintlich sozialen (ergo falsch ins deutsche übersetzten) unidirektionalen Kanälen beschallen lässt.
und glaubst du, dass die CDU diesen von dir behaupteten Unterschied verstanden hat?
Wenn “social media” verboten wird, dann ja wohl nicht nur die Teile davon, die du nicht magst, oder?
Das ist dann aber eine andere Diskussion. Algorithmusgesteuerte soziale Medien sind für Kinder kaum zu empfehlen. Aber ein Verbot schließe dann ja auch eben die Plattformen ein, auf denen man sich tatsächlich austauscht.
Vielleicht ist das der Punkt, wo es bei mir auseinander geht. Ich interpretiere den Begriff social media eigentlich nur als die großen Plattformen mit 0:n Kommunikation. Das sollte niemand machen, insbesondere keine Kinder. Aber sowas wie eben im Vorkommentar geschildert ist ein anderer Schnack für mich, daran ist im großen Stil nicht viel auszusetzen und auch nicht zu verbieten.
Jo, das sehe ich als zu kurz gegriffen. Lemmy ist auch ein soziales Medium, teilweise werden inzwischen auch Plattformen wie Whatsapp, Discord und Telegram als soziale Medien geführt (deren Alternativen dann logischerweise auch) und ich kann mich noch an SchülerVZ erinnern und die Tage, als man bei Facebook noch nach “Neueste” sortieren konnte und nur Freunde und Gruppen angezeigt bekam.
Tja. Das demonstriert, warum diese Vorschläge so katastrophal sind.
Unidirektional geht ja weiterhin. Man kann TikTok, YouTube, auch Reddit, weiterhin passiv konsumieren, nur eben ohne Account.
Es gibt einfach keinen vernünftigen Zusammenhang zwischen den Wunschvorstellungen, was passieren soll und den Gesetzen, die gemacht werden.
Internetsucht gibt es nicht?🤨🤨🤨
War ursprünglich mW ein Satirebegriff.
Dann bitte dein Wertesystem aktualisieren und auf neusten Stand bringen. Hier ein kleiner Auszug aus dem „Serviceangebot“ einer Random Kinderpsychiatrie https://www.lwl-kjp-dortmund.de/de/die-klinik/ambulanz/sprechstunde-medienabhaengigkeit/
Edit: Auszug: „Die exzessive oder ausschließliche Beschäftigung mit dem virtuellen Raum (Spiel- und/oder Internet) kann gravierende Folgen haben:
Ziel unserer Beratung und Behandlung ist es, mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen einen Weg zurück aus der virtuellen Welt in die reale Welt zu bahnen.“